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Autobauer: Audi will Händlerpleiten verhindern

von Franz W. Rother

Audi will mit einem Hilfsprogramm Händlerpleiten in Deutschland verhindern. 30 Prozent der Betriebe sind bedroht. Die Verluste im Leasing-Geschäft will Vertriebschef Peter Schwarzenbauer zumindest begrenzen.

Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche
Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer Quelle: Werner Schüring für WirtschaftsWoche

Mit günstigen Leasingraten vor allem für Geschäftswagen haben die drei großen deutschen Autohersteller in den zurückliegenden drei Jahren versucht, ihre Marktanteile auszubauen oder zumindest das Pkw-Geschäft in Deutschland zu stabilisieren.

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Um niedrige Leasingraten zu erzielen, wurden die Restwerte, die ein Neuwagen nach zwei oder drei Jahren noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt erzielt, mitunter bewusst hoch angesetzt. Das rächt sich nun: Viele Autohändler stehen am Rande der Pleite, weil sie die Autos nicht zu den prognostizierten Preisen verkaufen können und im großen Stil Abschreibungen vornehmen müssen: Nach Erhebungen von EurotaxSchwacke liegen die Preise für Autos der oberen Mittelklasse heute im Schnitt um 22,4 Prozent unter dem Schätzwert, Oberklasse-Fahrzeuge um 25,8 Prozent.

Bei BMW sind nach Brancheninformationen deshalb etwa 30 Prozent der Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Und von den deutschen Audi-Händlern „schreibt die Hälfte rote Zahlen“, warnte unlängst Michael Lamlé, der Präsident des Händlerverbandes: Die durchschnittliche Rendite der Betriebe sei innerhalb eines Jahres von plus 0,4 Prozent auf minus 0,4 Prozent gefallen.

Sein Hilferuf wurde in Ingolstadt erhört: Audi-Vertriebschef Peter Schwarzenbauer will in den nächsten Tagen für 2010 ein umfassendes Unterstützungsprogramm für deutsche Händler starten und deren drohende Verluste zumindest begrenzen. VW-Deutschlandvertriebschef Werner Eichhorn hatte vor Kurzem bereits für die Marke VW ein Programm angekündigt, wonach Händler für Leasing-Altverträge Unterstützung erhalten sollen.

Eine komplette Absicherung der Risiken aus dem Geschäft mit Leasingfahrzeugen, wie sie Mercedes unlängst verkündet hatte, kann sich Audi nicht leisten: Dafür sei die Zahl der freien Vertriebspartner zu groß, sagen Unternehmensinsider.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.11.2009, 10:27 UhrAnonymer Benutzer: Nie wieder

    einen Audi, den ich beim Modellwechsel zwei Jahre später als "abgehalftertes Dublikat" um 30 % billiger bei einem anderen Hersteller des VW- Multis wiederfinde auch wenn ich verstehe, dass diese Vorgehensweise zum Erzielen des "auskömmlichen Profits" heute wohl ein Weg sein kann.

  • 25.11.2009, 09:53 UhrAnonymer Benutzer: Schlaumeier

    das Problem für die Hersteller und Händler sind die Überkapazitäten
    und andererseits die Erkenntnis der Käufer nicht mehr große Summen in künftigen Schrott zu investieren - für 50.000.- Euro kann man sich schon eine nette kleine Eigentumswohnung kaufen

  • 22.11.2009, 21:51 UhrAnonymer Benutzer: MelvinUdall

    Es ist unerträglich für die seriösen Händler, die solche Leasingverträge mit den absehbaren Folgen (viel zu hohe Restwerte) nicht abgeschlossen haben, jetzt von den Herstellerbanken, die z.T. auch aus dem bankenrettungsfond bürgschaften und Geld bekommen haben, einen bailout kriegen. D.h. der Steuerzahler finanziert den 7ner bMW von z.b. einem Versicherungsfritzen, der vor 30 Jahren noch Ford Taunus oder Opel Kadett gefahren ist. Der konnte nämlich nur 800 EUR Leasingrate zahlen- mehr war nicht drin- seriös gerechnet(das war alles schon vor 2 oder 3 Jahren absehbar) hätte das 100 000 EUR Auto halt 2000 EUR /mtl. gekostet. Es ist einfach unglaublich was mit diesem verdammten , durch nichts gesicherten, Papier(schuld)geld möglich ist. bin ich froh , wenn diese ganze Sch... den bach runtergeht.

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