Autobauer: Autokrise beschert Daimler dickes Minus

Autobauer: Autokrise beschert Daimler dickes Minus

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Daimler-Mitarbeiter poliert einen E-Klasse-Mercedes: Die Absatzzahlen des Premiumanbieters haben wegen der Autokrise heftige Schrammen abbekommen.

Die weltweite Autoabsatzkrise trifft Daimler mit voller Wucht: Im ersten Quartal schrieb der Autobauer Milliardenverluste. Besonders stark brach die Kernmarke Mercedes Benz ein. Nun soll ein rigider Sparkurs das Absatzminus dämpfen.

Der Absturz der internationalen Automobilmärkte hat Daimler massiv erwischt: Im ersten Quartal 2009 betrug der Verlust 1,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen heute in Stuttgart berichtete. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte Daimler-Chef Dieter Zetsche noch einen Gewinn von 1,3 Milliarden ausgewiesen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag von Januar bis März bei minus 1,4 Milliarden Euro.

Hintergrund der roten Zahlen seien die starken Absatzrückgänge vor allem bei Mercedes Benz Cars und bei den Nutzfahrzeugen gewesen. Die Verkäufe von Autos und Lastwagen seien um 34 Prozent eingebrochen.

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Sparmaßnahmen über 4 Milliarden Euro

Gegensteuern will Konzernlenker Dieter Zetsche mit einem Bündel von Sparmaßnahmen beim Personal, in der Verwaltung und in der Organisation. Zehntausenden Mitarbeitern der Daimler AG in Deutschland verlangt der Dax-Konzern herbe Lohneinbußen ab. In den deutschen Werken sollten die betroffenen 141.000 Beschäftigten heute Vormittag über die Details der geplanten Einschnitte informiert werden.

Zetsche sieht auch in den nächsten Monaten schwierige Zeiten auf den Konzern zukommen. Für das zweite Quartal erwartet der Autobauer „nochmals ein deutlich negatives Ergebnis“, einen Hoffnungsschimmer sieht Zetsche erst in der zweiten Jahreshälfte.  Insgesamt sollen 2009 Sparmaßnahmen in Höhe von 4 Milliarden Euro greifen.

Von Januar bis März fuhr Daimler allein in der Pkw-Sparte einen operativen Verlust von 1,1 Milliarden Euro (Vorjahr: plus 1,2 Milliarden Euro) ein. Durch die Kostensenkungen und den Anlauf der neuen E-Klasse werde im Jahresverlauf mit „einer schrittweisen Verbesserung der operativen Ergebnissituation“ gerechnet. Generell werde im laufenden Jahr mit Rückgängen beim Absatz und Umsatz gerechnet. Der Umsatz im ersten Quartal sei bereinigt um Wechselkursveränderungen um 25 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro zurückgegangen.

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