Experten warnen vor Gefahren in zweiter Jahreshälfte
Trotz der guten Zahlen der Autobauer gibt es auch Warner, die Gefahren im zweiten Halbjahr sehen. Daimler-Lenker Zetsche prophezeit zwar, der positive Trend werde sich auch im weiteren Jahresverlauf fortsetzen, und auch Audi-Chef Stadler gibt sich optimistisch: "Uns wird auch ein gutes zweites Halbjahr gelingen."
Doch das halten Experten keinesfalls für ausgemacht. "Die spektakulären Steigerungsraten, aber auch das absolute Niveau sind im zweiten Halbjahr nicht oder nur knapp zu halten", sagt Christoph Stürmer, Automobilanalyst beim Prognoseinstitut IHS Automotive. Das ausgeprägte Anspringen der Premiumnachfrage wertet er als spiegelbildliche Gegenreaktion auf den Zusammenbruch in Folge der Finanzkrise.
Auch Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach, sieht gewisse Einmaleffekte durch die Erholung. Obwohl er prognostiziert: "Die tiefschwarzen Zahlen werden sich im zweiten Halbjahr fortsetzen", warnt er diese Vorhersage sei mit Vorsicht zu genießen, zumal Daimler selbst von ungewöhnlich großen Unsicherheiten spricht.
Zweifel an Stabilität in USA und China
"Der starke Aufschwung beruht auf zwei Märkten, den USA und China", sagt der Autoprofessor. Im Reich der Mitte sieht er eine "fast explodierende Nachfrage". Positive Impulse kämen zwar auch aus Indien und Brasilien, doch wenn die beiden größten Märkte schwächeln sollten, könne sich für die Autobauer rasch wieder eine krisenartige Situation ergeben.
Und an der Stabilität hat Bratzel durchaus Zweifel: "In den USA macht sich angesichts der konjunkturellen Entwicklung Ernüchterung breit, in China droht eine Überhitzung." Negativ könnten sich auch die offenbar bevorstehende Yuan-Aufwertung auswirken sowie die Absicht der Regierung, auf eine verringerte Kreditvergabe hinzuwirken. Überhaupt profitieren die europäischen Konzerne Bratzel zufolge derzeit enorm von den Wechselkursen, denn auch der gegenüber dem Dollar schwache Euro beflügelt sie.
Obwohl die gesamte Branche nach dem Horrorjahr 2009 die Kosten enorm reduziert hat, sagt Bratzel: "Die große Volatilität in den Märkten ist eine wesentliche Herausforderung für die Zulieferer und Autobauer. Sie erfordert eine flexiblere Kostenstruktur." Die Kosten- und Prozessverbesserung sieht er als kontinuierliche Aufgabe.
Stärker auf den schwächelnden europäischen Volumenmarkt fokussierte Hersteller wie Volkswagen oder auch Peugeot, der am Mittwoch von einer 20-prozentigen Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr berichtete, können aus Bratzels Sicht in diesem Jahr nicht mit Daimlers Steigerungsraten mithalten.














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Alle Kommentare lesen29.07.2010, 23:41 UhrAnonymer Benutzer: mathias
Weis bei ihnen in der Redaktion keiner bescheid,was der andere
schreibt. China.boom füllt VW Kasse 518Mio Gewinn mit 950 verkauft
Fahrzeugen in China.
Auf Gewinne in USA hat Siggi 40 zutreffende Worte gefunden.
29.07.2010, 21:45 UhrAnonymer Benutzer: Siggi40
Made in Germany ist weltweit im Fahrzeug-, Werkzeug- und Maschinenbau führend. Damit wurde das Wohlstandswunder geschaffen. Mit der D-Mark und hohen Facharbeiterlöhnen wurden wir Exportweltmeister und liegen schon seit Jahrzehnten an der Spitze.
Doch mit dem Euro geht alles wieder vor die Hunde. Unsere enormen Anstrengungen, die zu hohen Exportüberschüssen führen, sind nicht nur für uns erfreulich. Alle EU-Finanzminister haben unsere Überschüsse bereits fest in ihren Haushalten eingeplant, um sie vor dem Kollaps zu bewahren.
Unsere Absatzmärkte haben sich verändert. China, indien, Südamerika und Russland, das sind unsere künftigen Absatzmärkte.
Jetzt noch die D-Mark (und eine neue Mauer) und wir hätten den Wohlstand, den zwei Generationen mit harter Arbeit und Fleiß erwirtschaftet haben.
Mit unserem Autoexport(boom) in die USA möchten sich die Amis ihren (letzten?) Traum erfüllen. Ein ehemals so stolzes Volk wird von den Suppenküchen dominiert bei 20% Arbeitslosigkeit, Tendenz rapide steigend. Hätte Obama nicht die Rückzahlung der 2,7 billionen Dollar Kreditkarten– und Kleinkredite auf unbegrenzte Zeit hinausgeschoben, wäre in den USA bereits jetzt schon Schluß mit lustig. Nach gigantischen Konjunkturstrohfeuerpaketen, die alle wirkungslos verpufften, sind die USA schon zweimal pleite. Doch da ist schon wieder ein Licht am Horizont. Die Kreditkartenfirmen gewähren schon wieder Kredite, ohne Sicherheiten, mangels Umsatz und Geschäftsmodell. Auch so kann der Kollaps der Kreditkartenfirmen hinausgeschoben werden. Aber ohne Realwirtschaft und einer kollabierten Finanzwirtschaft is nix mehr los im schönsten Land der Welt.
im Sommer 2007 hatte die USA aufgehört zu existieren. Das Perpetuum-Mobile, Wohlstand auf Kredit, hat aufgehört zu laufen. Unseren derzeitigen Export(boom) in die USA könnte man mit dem letzten Atemzug eines Ertrinkenden vergleichen.