Autobauer: BMW-Zahlen: Düster, aber nicht nachtschwarz

KommentarAutobauer: BMW-Zahlen: Düster, aber nicht nachtschwarz

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Es kommentiert WirtschaftsWoche-Redakteur Thomas Katzensteiner

Analysten und Anleger zeigten sich heute geschockt über die schlechten Zahlen von BMW. Dabei sind die auf den zweiten Blick gar nicht so furchtbar, wie es zunächst den Anschein hat.

Zugegeben, ein Grund zum Jubeln ist ein Einbruch des Netto-Gewinns um rund 90 Prozent nun wahrlich nicht. Vor allem das vierte Quartal 2008 war für den Münchner Hersteller ein Desaster. Trotzdem, wer sich die Zahlen ein bisschen genauer anschaut, kann auch den ein oder anderen Lichtblick finden.

Zum Einen entfällt ein Gutteil des Gewinneinbruchs darauf, dass die Münchner ihre Risikovorsorge für Leasingrückläufer, faule Kredite und Zahlungsverzögerungen nochmals um eine Milliarde Euro auf jetzt knapp zwei Milliarden erhöht haben. Die Taktik, BMWs teilweise zu für Kleinwagen angemessenen Leasingraten in den Markt zu drücken, rächt sich.

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Trotzdem deutet die auch im Vergleich zu Daimler sehr deutliche Aufstockung darauf hin, dass BMW nun angemessene Rückstellungen für die Risiken gebildet hat, die daraus vor allem in den USA erwachsen sind – und für die Zukunft seine Lektion gelernt hat.

Zum Anderen kostete auch der Abbau von 9000 Jobs (rund 4000 davon fest angestellt) den Konzern im vergangenen Jahr noch einmal 455 Millionen Euro. Zieht man diese beiden Sonderfaktoren ab, blieb für 2008 eine Umsatzrendite von 6,3 Prozent. Das ist zwar noch weit entfernt von jenen neun Prozent, die BMW schon einmal hatte. Aber in einem Branchenumfeld, wie man es sich schlimmer kaum noch ausmalen mag, erscheint das Ergebnis durchaus noch respektabel.

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