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Autobauer: Der Gipfelsturm der Premiumhersteller kann beginnen

von Martin Seiwert

BMW, Daimler, Audi und Porsche lecken ihre Wunden. Sie haben den schlimmsten Teil der Krise überstanden und nehmen wieder das ursprüngliche Ziel in den Blick: die Vorherrschaft im Premiumsegment.

BMW-Chef Norbert Reithofer Quelle: dpa
BMW-Chef Norbert Reithofer Quelle: dpa

Dieser Mittwoch könnte ein Meilenstein für die deutschen Premium-Autobauer BMW, Daimler, Audi und Porsche werden. Mit der Vorlage der Bilanzen für das vergangene Jahr (BMW) beziehungsweise Halbjahr (Porsche) steht fest: Der qualvolle Marsch der Luxusmarken durchs dunkle Tal der Krise ist beendet, nun kann der Gipfelsturm beginnen.

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Porsche fasst langsam wieder Tritt im Markt und baut seinen Schuldenberg ab. BMW verspricht immerhin ein kleines Wachstum und auf mittlere Sicht schöne Umsatzrenditen.

Audi und Porsche an der Spitze

In den kommenden Monaten und Jahren wird sich entscheiden, wer im Premiummarkt die Nase vorn hat. Dabei wird es kaum um Größe gehen. Gemessen am Absatz schaffen es schon heute weder BMW, noch Daimler und Audi in die weltweite Top Ten der größten Autobauer. Mit dem Vordringen neuer asiatischer Autobauer – mehr als zwei Dutzend stehen schon in den Startlöchern – werden die deutschen Traditionsfirmen im Größen-Ranking weiter zurückgedrängt. Wer unter den Premiummarken die Nase vorn hat, wird sich an ihrer Profitabilität entscheiden.

Daran gemessen, hat der Volkswagen-Konzern mit seiner Tochter Audi und dem voraussichtlichen Familienzuwachs Porsche beste Karten: Sogar im zurückliegenden Horrorjahr konnte Porsche eine zweistellige Rendite einfahren. Audi schaffte im vergangenen Jahr immerhin fünf Prozent Umsatzrendite – ein Wert, von dem BMW und Daimler nur träumen können. Die beiden Wettbewerber waren 2009 operativ rot bis dunkelrot. Bei BMW war lag das Minus bei 265 Millionen Euro, bei Daimler summierten sich die Verluste in der Autosparte auf fast das Doppelte.

Es ist schon paradox: Ausgerechnet der Volkswagen-Konzern, der mit seinem restlichen Geschäft bei einer Umsatzrendite von rund einem Prozent herumkrebst, kann mit den Premiummarken Audi und Porsche das Profit-Ranking anführen. Und mit den Synergieeffekten innerhalb des zweitgrößten Autokonzerns der Welt können Audi und Porsche den Abstand zur Konkurrenz in Zukunft weiter erhöhen. Dessen ist sich BMW-Chef Norbert Reithofer sehr wohl bewusst. Deshalb hatte er bei der Vorlage der Geschäftszahlen zwei Hauptanliegen. Erstens: „Wir wollen kein Massenhersteller werden.“ Zweitens: „Wir wollen 2010 einen sichtbaren Schritt in Richtung unserer Profitablitätsziele machen.“

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.03.2010, 16:40 UhrAnonymer Benutzer: Hinterwäldler

    nicht vergessen Freunde - der Neue Opel Viagra wird ein Hammer

  • 19.03.2010, 02:14 UhrAnonymer Benutzer: wallibelli

    Habe mit heute den neuen 5 er bMW mal etwas genauer angeschaut. Sieht gut aus, besser als der Vorgänger, ist aber auch wieder breiter, länger und schwerer geworden. Als 530 D kostet die Limousine mit funktional vernünftiger Ausstattung (Automatik, Navi inkl Telanbindung., Leder, Xenon, 1-2 Assistenzsysteme) und ein paar andere Dinge 70.000,-€ LP. Wenn man die ganze Optionsliste nimmt, sind die 100.000,- € in Reichweite. Laut Restwertprognose beträgt nach 4 Jahren und 80.000 km der Wertverlust ca. 55 % vom basispreis. Für die Sonderausstattungen werden sogar ca. 75 % Wertverlust angesetzt. Da kann ich nur sagen, vom ach so oft propagierten "Wertgegenstand Mercedes, bMW oder Audi" ist mittlerweile der Lack abgebröckelt. Premiumfahrzeuge sind - von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen - mit die effizienteste Form der Geldvernichtung.

  • 18.03.2010, 23:32 UhrAnonymer Benutzer: Degro

    Die sogenannten Premiumhersteller werden sich noch wundern, denn ihre Prognose zeigt wenig Realitätssinn für die Zukunft. Wer soll die teueren Kisten noch kaufen? Alles wird noch viel schlechter werden. Hudai und Kia werden es uns noch zeigen.

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