Autobauer: Die sieben Hürden der Opel-Retter Magna und GAZ

Autobauer: Die sieben Hürden der Opel-Retter Magna und GAZ

Nun sickern erste Details über Magnas Konzept zur Rettung von Opel durch. Sie lassen Zweifel an den Erfolgsaussichten aufkommen. wiwo.de hat sieben Hürden ausgemacht, die einer raschen Gesundung von Opel im Weg stehen.

Hürde I: GM will Vertriebsrechte nicht abtreten

Bild vergrößern

Wenige Tage nach der dramatischen Opel-Rettung werden Zweifel an dem Geschäft mit dem Autozulieferer Magna und russischen Investoren lauter.

Magnas Ziel ist es, Opel zu einem Schwergewicht auf dem russischen Markt zu machen, die USA und China lässt Opel wegen eines mit GM vereinbarten Verkaufsverbots zunächst links liegen. Doch bei der geplanten Russland-Offensive gibt es offenbar Reibungspunkte mit GM. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" versucht Magna, die bisher starke Präsenz des US-Autobauers in Russland mit zu übernehmen.

Im Kern geht es Magna dabei um die russischen Vertriebsrechte der GM-Marke Chevrolet. „Das bereitet Probleme", sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person gegenüber der Zeitung. Über Opel wäre GM nur noch durch einen Minderheitsanteil an dem wichtigen Geschäft in Russland beteiligt. „Dafür verlangt der Konzern aber hohe Kompensationen“, hieß es in dem Artikel.

Anzeige

Hürde II: Geringe Investitionsbereitschaft der Opel-Retter

Zweifel werden auch an Magnas Investitionsbereitschaft für Opel laut. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bringt das Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank zunächst nur 100 Millionen Euro an Eigenkapital ein. Das gehe aus der Absichtserklärung hervor. Bislang hatte es geheißen, die beiden Partner engagierten sich mit 500 Millionen Euro. 400 Millionen stellen Magna und Sberbank den Angaben zufolge aber nur als zinsloses Darlehen zur Verfügung, für das sie sich Sicherheiten einräumen ließen. Erst schrittweise und über Jahre solle der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden.

Magna will mit seinen Partnern, der russischen Sberbank und dem russischen Autohersteller GAZ, insgesamt 55 Prozent an Opel übernehmen. Der Autozulieferer soll dabei 20 Prozent an Opel halten, die Sberbank die restlichen 35 Prozent.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%