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Autobauer: Die sieben Hürden der Opel-Retter Magna und GAZ

von Wilfried Eckl-Dorna und Florian Willershausen (Moskau)

Nun sickern erste Details über Magnas Konzept zur Rettung von Opel durch. Sie lassen Zweifel an den Erfolgsaussichten aufkommen. wiwo.de hat sieben Hürden ausgemacht, die einer raschen Gesundung von Opel im Weg stehen.

Hürde I: GM will Vertriebsrechte nicht abtreten

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Wenige Tage nach der Quelle: dpa
Wenige Tage nach der dramatischen Opel-Rettung werden Zweifel an dem Geschäft mit dem Autozulieferer Magna und russischen Investoren lauter. Quelle: dpa

Magnas Ziel ist es, Opel zu einem Schwergewicht auf dem russischen Markt zu machen, die USA und China lässt Opel wegen eines mit GM vereinbarten Verkaufsverbots zunächst links liegen. Doch bei der geplanten Russland-Offensive gibt es offenbar Reibungspunkte mit GM. Laut einem Bericht der "Financial Times Deutschland" versucht Magna, die bisher starke Präsenz des US-Autobauers in Russland mit zu übernehmen.

Im Kern geht es Magna dabei um die russischen Vertriebsrechte der GM-Marke Chevrolet. „Das bereitet Probleme", sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person gegenüber der Zeitung. Über Opel wäre GM nur noch durch einen Minderheitsanteil an dem wichtigen Geschäft in Russland beteiligt. „Dafür verlangt der Konzern aber hohe Kompensationen“, hieß es in dem Artikel.

Hürde II: Geringe Investitionsbereitschaft der Opel-Retter

Zweifel werden auch an Magnas Investitionsbereitschaft für Opel laut. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bringt das Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank zunächst nur 100 Millionen Euro an Eigenkapital ein. Das gehe aus der Absichtserklärung hervor. Bislang hatte es geheißen, die beiden Partner engagierten sich mit 500 Millionen Euro. 400 Millionen stellen Magna und Sberbank den Angaben zufolge aber nur als zinsloses Darlehen zur Verfügung, für das sie sich Sicherheiten einräumen ließen. Erst schrittweise und über Jahre solle der Kredit in Eigenkapital umgewandelt werden.

Magna will mit seinen Partnern, der russischen Sberbank und dem russischen Autohersteller GAZ, insgesamt 55 Prozent an Opel übernehmen. Der Autozulieferer soll dabei 20 Prozent an Opel halten, die Sberbank die restlichen 35 Prozent.

16 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 10.06.2009, 21:58 UhrAnonymer Benutzer: r.zirbs

    Hallo,
    ein Zulieferer hat in dem komplizierten Autoentwicklungsprozeß nichts zu suchen - er überblickt nur einen ganz kleinen Teil der Fertigungskette. Es gilt und wird immer gelten: Hersteller zu Hersteller. ich bin mir sicher, dass FiAT mehr daraus gemacht hätte.

    Und dann die abenteuerliche Unterkapitalisierung. Es war doch von 500 Mio die Rede - engkommen ist 1/5! Und das mit belastungen für die Zukunft. Oder glaubt einer, dass sich OPEL die Tigungsraten aus dem blech schneidert - da würde ich als banker vorsichtiog sein, wenn es um ANschlusskredite geht.
    Natürlich ist MAGNA das Trojanische Pferd. Hier geht es um blaupausentransfer. Kann man durchaus machen, aber auf einem völlig anderen Wege (limitierte Lizenzvergabe, Patentvermittlung eetc.). All das wird verschleudert für noch nicht einen Silberling.

  • 10.06.2009, 12:16 UhrAnonymer Benutzer: Moskauer

    ihr könnt so viel motzen und Kritik schreiben bis ihr blau werdet, das interessiert die Herrschaften "oben" wenig...

    macht euch nur selbst schlechte Laune

    geniest lieber das schlechte Wetter und die schlechte Regierungen es wird sich nie was ändern egal ob nun CDU,SPD oder oder....

  • 09.06.2009, 19:55 UhrAnonymer Benutzer: Anton Wrabler

    Endgültig Schluss für alle, kein Geld , keine bürgschaften egal wie die heissen.
    Wann bekommt UNSERE Regierung endlich das auf die Reihe ? !!!

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