Autobauer: Fiat-Einstieg bei Chrysler steht bevor

Autobauer: Fiat-Einstieg bei Chrysler steht bevor

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Unverkaufte Jeeps von Chrysler: Ein Bankrott des drittgrößten US-Autobauers gilt als wahrscheinlich

Die Gespräche über eine Rettung des US-Autobauers Chrysler ohne Insolvenzverfahren sind gescheitert.

Noch heute soll ein Insolvenzantrag vorgelegt werden. Zuvor haben einige der Gläubiger einen mit Hilfe der US-Regierung ausgearbeiteten Umschuldungsplan ihre Zustimmung verweigert. Die US-Regierung geht offenbar davon aus, Chrysler schnell durch die Insolvenz zu bringen und dann vom italienischen Fiat-Konzern übernehmen zu lassen. Alles könne möglicherweise binnen Wochen geregelt werden, hieß es unter Berufung auf Regierungsvertreter.

Diese hatten sich schon seit Wochen auf eine Chrysler-Insolvenz vorbereitet. Fiat ist zwar bereit, bei dem maroden US-Autobauer einzusteigen und mit der Zeit auch eine Mehrheit zu übernehmen - will dabei aber kein Geld investieren. Insofern galt der Gang zum Insolvenzrichter bereits seit einiger Zeit als nötige Zwischenstufe, bevor die Italiener Chrysler in die Hand nehmen.

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Hedgefonds lassen Rettung platzen

Fiat und Chrysler wollen ihre geplante Allianz nach Angaben aus Kreisen noch heute unter Dach und Fach bringen. Die geplante Allianz sei ein Kernelement des Sanierungsplans, der bei Bedarf auch einem Insolvenzgericht vorgelegt würde, sagte eine über die Vorbereitungen informierte Person. Eine andere Person aus dem Verhandlungsumfeld sagte: „Chrysler wird überleben und nicht abgewickelt.“ Ob der Konzern sich unter Gläubigerschutz saniere oder nicht, sei aber noch offen.

Den Angaben zufolge will Fiat zunächst einen Anteil von 20 Prozent an Chrysler übernehmen und im Gegenzug die Chrysler-Technologie für die Produktion von Kleinwagen und Motoren erhalten. Später könne der Anteil auf 35 Prozent steigen, hieß es.

US-Präsident Barack Obama hatte noch gestern Hoffnung auf ein Weiterbestehen des Herstellers gemacht. Die Gespräche über eine Rettung seien daran gescheitert, dass Gläubiger nicht in dem Maße auf ihre Ansprüche verzichten wollten wie es Washington verlangte.

Vier große Gläubigerbanken, denen Chrysler 70 Prozent seiner gesamten Verbindlichkeiten schuldet, hatten der Umschuldung bereits zugestimmt. Das Schicksal des Autobauers hing jedoch an rund 40 Hedgefonds, die zusammen etwa 30 Prozent der Gesamtschulden von 6,9 Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) einklagen können.

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