Autobauer-Geburtstag: Audi: 100 Jahre Optimismus

Autobauer-Geburtstag: Audi: 100 Jahre Optimismus

Bild vergrößern

Audi-Logo auf einer Felge: Der Autohersteller wird 100 Jahre alt

Weltweite Absatzkrise, der Mutterkonzern im Machtkampf mit Porsche: Den 100. Geburtstag von Audi hat sich Vorstandschef Rupert Stadler wohl anders erhofft. Dabei hat Audi ein Riesen-Fest ausgerichtet – bei dem es möglicherweise zum Showdown kommt.

Was ist 3,25 Meter hoch, zehn Tonnen schwer und Audis ganzer Stolz? Jenes Wahrzeichen, das der Autobauer seiner Heimatstadt Ingolstadt schenkte. Seit Montag ziert eine silberfarbene, überdimensionale Audi-TT-Skulptur aus Glasfaserlaminat den Ingolstädter Audi-Kreisel- als Zeichen für die starke Verbundenheit des Unternehmens mit der Stadt und der Region.

Exakt 100 Jahre wird der Autohersteller heute alt. Das ist Grund genug, um kräftig zu feiern, Auto-Absatzkrise hin oder her. Vier Tage lang dauern die Jubiläumsfeierlichkeiten, zum heutigen Festakt reist sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel an. Von Autorennen über ein Konzert der „Fantastischen Vier“ bis zu Beethovens Neunter Symphonie – die Ingolstädter haben in den nächsten vier Tagen ein geballtes Programm vor sich.

Anzeige

Die Stimmung könnte dem Veranstaltungs-Feuerwerk zum Trotz etwas gedämpft ausfallen. Denn ausgerechnet in seinem Jubeljahr muss Audi – wie andere Premiumhersteller auch –Absatzrückgänge verkraften. Die Grenze von einer Million verkaufter Fahrzeuge, die Audi 2008 übertroffen hatte, wird die Marke mit den vier Ringen in diesem Jahr nur schwer erreichen.

Audi-Chef Rupert Stadler verbreitet trotzdem weiter Optimismus. Kürzlich sagte er der Tageszeitung NRZ, dass Audi auch in diesem Jahr ein „deutlich positives“ Ergebnis erwirtschaften wird, „vielleicht sogar als einziger der großen Premiumhersteller“. Als einziger deutscher Hersteller der Oberliga hat Audi im Juni mehr Autos verkaufen als im Vorjahresmonat – die Monate davor stand allerdings auch bei dem 50.000-Mitarbeiter-Konzern ein deutliches Minus in den Büchern. Stadler lässt auch nicht von seinen ehrgeizigen Zielen ab: Bis 2015 soll Audi jährlich 1,5 Millionen Autos absetzen.

Gala: Piech trifft auf Wiedeking

Bei so viel Zuversicht kann man hoffen, dass die Feierlaune auch auf einige von Stadlers Gästen abfärbt. Zu dem Festakt werden neben Martin Winterkorn, Chef der Audi-Mutter Volkswagen, auch Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff erwartet. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, der seine Karriere bei Audi begann, ist ebenfalls dabei. Die Herren werden in der Causa Porsche wohl einiges zu bereden haben – was nicht unbedingt für Spaß und gute Laune bürgen dürfte.

Piëch ist es, dem Stadler auch teilweise die gute Position seines Unternehmens verdankt. Der Neffe von Ferry Porsche kam 1972 zu Audi, vier Jahre später wurde er Technik-Vorstand. Piëch traf einige revolutionäre Entscheidungen, die Audi zu einer Größe im Sportwagen-Bereich machten: Der Quattro-Allradantrieb geht ebenso auf Piëch zurück wie TDI-Diesel oder Fünfzylinder-Motoren. Und noch ein prägnantes Erbe hat Piëch dem Autobauer hinterlassen: Den noch heute verwendeten Markenslogan „Vorsprung durch Technik“.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%