Eckpunkte des Sanierungsplans stehen
Berichten der vergangenen Tage zufolge muss Opel in diesem Jahr den größten Teil der finanziellen Lasten tragen, die zur Sanierung notwendig sind. Allein für dieses Jahr sind Restrukturierungskosten von 1,1 Milliarden Euro veranschlagt. Sie entstehen vor allem durch den geplanten Abbau von insgesamt 8.300 Stellen, davon 4.000 in Deutschland. Das Werk im belgischen Antwerpen soll „im Laufe des Jahres“ geschlossen werden, berichtete das Handelsblatt vergangenen Freitag.
Die Wirtschaftsprüfungskanzlei Warth & Klein hält das Opel-Rettungskonzept grundsätzlich für zukunftsfähig – gibt aber GM Mitschuld am schlechten Zustand von Opel und bemängelt vor allem den technologischen Rückstand im Vergleich zur Konkurrenz.
Reilly setzt auf Kleinfahrzeuge und Elektroautos
Opel-Chef Reilly will nach der Sanierung mit Opel deutlich Marktanteile hinzugewinnen. Bis 2015 will er den Absatz von heute 1,2 Milllionen Fahrzeugen um 500.000 Autos steigen. Bei der Vorstellung des Sanierungsplans Mitte Februar hatte Reilly angekündigt, dass GM in den nächsten fünf Jahren rund elf Milliarden Euro in Opel und seine Schwesternmarke Vauxhall stecken wolle. Bis 2012 sollen 80 Prozent der Modellpalette erneuert werden, versprach Reilly damals.
Lücken in der Opel-Modellpalette hatte Reilly bereits Ende letzten Jahres ausgemacht. Opel brauche einen Kleinstwagen unterhalb des Corsa, konstatierte er. In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ sprach Reilly von einem geplanten kleinen Elektroauto für die Innenstädte. Es soll ebenfalls unterhalb des Corsa angesiedelt sein. Ab 2011 will Opel bereits das Elektroauto Ampera verkaufen, dass von der Opel-Mutter GM unter dem Namen Chevrolet Volt zur Serienreife entwickelt wurde.













