Autobauer: GM-Europa-Chef Forster wechselt offenbar nach Indien

Autobauer: GM-Europa-Chef Forster wechselt offenbar nach Indien

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GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster geht einem Medienbericht zufolge nach Indien

Der scheidende Europachef der Opel-Mutter General Motors, Carl-Peter Forster, steht einem Medienbericht zufolge vor einem Wechsel zum indischen Autokonzern Tata.

Die Entscheidung über die Personalie stehe kurz bevor, heißt es in einem Bericht des Magazins „Focus“ unter Berufung auf eine mit den Verhandlungen vertraute Person. General Motors (GM) hatte gestern bekanntgegeben, dass Forster seinen Posten aufgibt. Laut „Focus“ sucht Tata für den weltweiten Vertrieb seiner Kleinwagen einen Fachmann. Herausforderung sei die für 2011 geplante Europa-Einführung des Billigautos Tata Nano. Tata Motors ist der größte Autohersteller in Indien und besitzt auch die britischen Prestige-Marken Jaguar und Land Rover.

Die Opel-Mutter General Motors (GM) sucht nach dem Rückzug ihres Europa-Chefs Carl-Peter Forster laut „Wall Street Journal“ bevorzugt einen deutschen Manager als Nachfolger. Der als Opel-Aufsichtsratschef vorgesehene GM-Veteran Bob Lutz solle sich wieder zurückziehen, sobald ein neuer Spitzenmanager für die Europatochter gefunden worden sei, berichtete die Zeitung heute weiter unter Berufung auf informierte Personen. Forster war auch Opel-Aufsichtsratschef, weswegen jetzt der 77-jährige Lutz zunächst in dieser Position einspringen soll. Der Einsatz eines deutschen Europachefs solle die Spannungen mit der Bundesregierung und dem Betriebsrat nach der Absage des Opel- Verkaufs an den Zulieferer Magna abmildern, hieß es weiter.

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Gestern hatte GM den Abgang des bisherigen Europachefs Forster bekanntgegeben. In mehreren Medienberichten hatte es daraufhin zunächst geheißen, sein Nachfolger solle der US-Manager Nick Reilly werden, der bisher für das internationale Geschäft zuständig ist und als harter Sanierer gilt. GM-Chef Fritz Henderson wolle kommende Woche zusammen mit Reilly und Opel-Chef Hans Demant die Lage bei der europäischen Tochter analysieren, schrieb das „Wall Street Journal“.

Der alte und neue Mutterkonzern will gut 10.000 der rund 55.000 Jobs in Europa streichen. In Deutschland wird befürchtet, dass deutsche Standorte bei der Sanierung durch GM härter betroffen sein könnten als bei den Magna-Plänen.

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