Autobauer: GM will alle Standorte in Deutschland erhalten

Autobauer: GM will alle Standorte in Deutschland erhalten

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Opel-Werk in Bochum: GM will alle vier deutschen Werke behalten

Endlich sickern erste Details von GMs Sanierungsplan durch: Der US-Autoriese will alle deutschen Opel-Standorte erhalten. Die Zahl der Stellenstreichungen ist noch unklar. Gespart werden soll auch beim Management.

Tausende Opel-Mitarbeiter zwischen Hoffen und Bangen: Alle vier Opel-Standorte in Deutschland bleiben erhalten. Allerdings werden sich die rund 25.000 Beschäftigten in Deutschland auf Stellenabbau einstellen müssen. Berichte, wonach 5.300 Jobs gefährdet seien, wies Opel jedoch zurück. „Das Unternehmen weist darauf hin, dass diese Zahlen falsch und weit überzogen sind“, erklärte Opel heute.

Der neue GM-Europa-Chef Nick Reilly werde am Nachmittag den Zukunftsplan für das Unternehmen mit den Arbeitnehmervertretern des European Employee Forums (EEF) diskutieren. „Grundlage dieser Gespräche ist nach wie vor jener Plan, der sich an bereits bekannten Konzepten anlehnt und den Arbeitnehmern in seinen Grundzügen bekannt ist“, erklärte das Unternehmen. Der Plan des Autozulieferers Magna hatte vorgesehen, in Deutschland rund 4.500 Jobs zu streichen. GM hatte nach dem geplatzten Verkauf von Opel an Magna erklärt, das Sanierungskonzept werde ähnlich wie das des Zulieferers ausfallen. Europaweit sollen nach Reillys Angaben insgesamt bis zu 9.500 Jobs entfallen.

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Zuvor hatte Reilly in Rüsselsheim nach einem Gespräch mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht auch eine Zusage für das lange als gefährdet geltende Werk in Eisenach abgegeben.

Eisenach sehr wettbewerbsfähig

Zu Eisenach sagte Reilly, das Werk arbeite sehr effektiv und sei von den Produktionskosten her „sehr wettbewerbsfähig“. Ministerpräsidentin Lieberknecht begrüßte es, dass Eisenach, wo rund 1.800 Beschäftigte den Opel Corsa produzieren, Bestandteil des Konzeptes für Opel in Deutschland bleibe. Die Landesregierung werde den Prozess sehr konstruktiv begleiten und warte nun auf die konkrete Vorlage des Konzepts. Dann wolle man gemeinsam mit den anderen Standortländern und der Bundesregierung beraten, wie man die Pläne von GM weiter begleiten werde.

Der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende in Eisenach Reinhard Schäfer erklärte, durch Kurzarbeit solle Stellenabbau vermieden werden Nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch plant General Motors am größten Opel-Standort in Rüsselsheim mit seinen rund 15.000 Beschäftigten keine betriebsbedingten Kündigungen. Das sagte er im Anschluss an ein Gespräch mit Reilly in Wiesbaden. Reilly betonte: „Rüsselsheim ist nicht nur ein sehr guter Produktionsstandort, sondern auch das Entwicklungszentrum.“ Die Verlagerung der Europa-Zentrale von Zürich nach Rüsselsheim sei ein Zeichen, welche Bedeutung GM dem Standort beimesse.

Reilly erklärte, dass es bei den Stellenstreichungen über das Magna-Konzept nicht hinausgehen werde. Magna wollte am Opel-Standort Rüsselsheim gut 700 Stellen abbauen.

Mercedes-Manager Schmückle sagt Opel ab

Reilly wollte am Mittag seine Vorstellungen für die Restrukturierung von Opel zunächst dem Betriebsrat vortragen. Die Einzelheiten sollten nach seinen Worten erst in der kommenden Woche vorgestellt werden. Unterdessen berichtete das „Handelsblatt“, GM habe bei der Suche nach einem neuen Chef für GM Europa einen ersten Korb kassiert.

Der als Favorit gehandelte Mercedes-Manager Rainer Schmückle stehe nicht für einen Wechsel bereit, berichtet das Blatt unter Berufung auf enge Vertraute des Managers. Demnach habe der 49-Jährige erst vor kurzem seinen Vertrag als Mercedes-Chief Operating Officer verlängert und beabsichtige, diesen auch zu erfüllen.

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