Autobauer: Kraftfahrtbundesamt stuft Toyotas Rückruf als freiwillig ein

Autobauer: Kraftfahrtbundesamt stuft Toyotas Rückruf als freiwillig ein

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Logo eines Toyota-Händlers in einem Rückspiegel

von Martin Seiwert

Bei der Rückrufaktion von Toyota wegen fehlerhafter Gaspedale in Deutschland handelt es sich um einen freiwilligen Rückruf des Herstellers. Das sagte Toyota Deutschland-Chef Alain Uyttenhoven im Gespräch mit wiwo.de.

Bei freiwilligen Rückrufen beheben Hersteller die Fehler von sich aus. Nur wenn Gefahren am Fahrzeug plötzlich auftreten können, wird der Rückruf vom Kraftfahrtbundesamt angeordnet. „Es handelt sich in Deutschland um einen freiwilligen Rückruf, wenn es um Schaltgetriebe geht“, sagte Uyttenhoven. „Das wird vom Kraftfahrtbundesamt so eingestuft, weil das Sicherheitsrisiko als sehr begrenzt angesehen wird. Anders als bei den Automatik-Autos in den USA können Autos mit Schaltgetriebe auch dann leicht gestoppt werden, wenn das Gaspedal klemmen sollte. Man muss nur das tun, was man immer tut, wenn man bremst: Auskuppeln und bremsen.“

Ob es auch für den Toyota Prius eine Rückrufaktion in Deutschland geben wird, sagte Uyttenhoven nicht. „Diese Sache wird von Toyota und von den Behörden in den USA untersucht“, so der Toyota-Deutschland-Chef. „Es gibt Medienberichte, dass es Rückrufe in USA und Japan geben könnte, aber hier ist noch nichts entschieden. Uns liegen Kundenberichte vor, dass das ABS einschaltet, wenn man auf unebenem Untergrund fährt. Wir nehmen das ernst und ich gehe davon aus, dass Toyota in den nächsten Tagen darüber entscheidet, ob es einen Rückruf geben wird.“ Grund für einen vorsorglichen Besuch der Prius-Kunden in der Werkstatt sieht Uyttenhoven nicht: „Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehlen“, sagte Uyttenhoven.

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Der Toyota-Deutschland-Chef wird sich nach eigenen Angaben zu Beginn dieser Woche mit Vertretern der Toyota-Händler treffen, um über das weitere Vorgehen und möglicherweise auch über Ausgleichszahlungen für den besonderen Aufwand der Händler zu sprechen. In den USA bekommen Toyota-Händler Schecks in Höhe von bis zu 75000 Dollar. Mit dem Geld sollen sie unbürokratisch Kundenprobleme lösen. Ähnlich Zahlungen in Deutschland wollte Uyttenhoven nicht ausschließen. „Wir beraten gemeinsam, was Toyota für die Händler tun kann. Wir sitzen mit den Händlern in einem Boot und werden die Sache gemeinsam lösen.“

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