Autobauer: Magna-Chef will Opel helfen, nicht retten

Autobauer: Magna-Chef will Opel helfen, nicht retten

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Opel-Logo: Der Autozulieferer Magna sieht sich nach den Aussagen seines Gründers als Helfer, nicht als Retter von Opel

Relativierung von Magna-Gründer Frank Stronach: In einem Interview erklärte der Milliardär nun, dass er Opel "nur helfen" wolle. Eine Opel-Mehrheitsübernahme durch Magna wird unwahrscheinlicher - doch Stronachs Ansage ist nachvollziehbar.

In einem Interview mit der österreichischen "Kleinen Zeitung" hat Magna-Gründer Frank Stronach (zum Porträt) nun Klarheit über seine Pläne für einen Opel-Einstieg geschaffen. Zuletzt hatte eine deutsche Zeitung gemeldet, dass Magna mit russischer Hilfe die Mehrheit bei Opel übernehmen will. Im Stronach-Interview klingen die Magna-Pläne nun etwas bescheidener: „Wir reden nicht von einem Einstieg, wir sagen, wir wollen helfen“, sagte Stronach.

Magna will offenbar nicht direkt bei Opel einsteigen. Wie genau das Engagement bei Opel aussehen könnte, ließ Stronach aber offen. "Es ist jetzt viel zu früh, darüber zu reden", wiegelte Stronach ab. Als Autozulieferer habe Magna aber Interesse, dass es seinem Kunden Opel gut gehe. Geld für finanzielle Hilfen habe Magna genug, ließ der Magna-Gründer durchblicken. „Wir haben ungefähr 1,5 Milliarden Dollar Bar-Reserven auf der Bank, da können wir ruhig in ein Geschäft hineingehen, ohne uns selbst zu gefährden“, sagte Stronach.

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Der Einstieg russischer Investoren bei Opel bleibt aber nach wie vor eine Option.  „Russland könnte dabei eine Rolle spielen, “ sagte Stronach in dem Interview.

Magna-Hilfe statt Beteiligung laut Experten sinnvoll

Neben Magna ist unter anderem Fiat an Opel interessiert. Branchenexperten zufolge macht es durchaus Sinn, dass Magna nun offenbar nur Hilfen statt einer Mehrheitsübernahme anstrebt. Bei einer Übernahme würde Magna für manche seiner jetztigen Kunden plötzlich zum Konkurrenten werden - und das könnte Magna Aufträge kosten.

Diese Bedenken kennt auch Stronach. Auf die Frage der Kleinen Zeitung, ob ein Opel-Einstieg Magna-Kunden vor den Kopf stoßen würde, antwortete Stronach ausweichend: "Nein, weil es doch immer nur darum geht, ein besseres Produkt zu einem besseren Preis zu bekommen. Jeder Kunde wäre schlecht beraten, wenn er so eine Chance nicht nutzen würde."

Auch für die Opel-Gewerkschafter enthielt das Interview Beruhigendes. Es sei langsam durchgedrungen, so Stronach, dass Magna "nicht gewerkschaftsfeindlich ist. Im Gegenteil. Ich komme selbst aus einer Arbeiterfamilie und vergesse meine Herkunft nicht."

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