Autobauer: Nach Daimler kappt auch BMW seine Gewinnprognose

Autobauer: Nach Daimler kappt auch BMW seine Gewinnprognose

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Produktion des BMW X3

Erst Daimler, jetzt BMW: Auch der bayrische Autobauer muss wegen des schwierigen Marktumfelds eine Gewinnwarnung ausprechen.

Das bisherige Ziel eines Gewinns vor Steuern von mindestens 3,78 Milliarden Euro gelte nicht mehr, sagte heute ein BMW-Sprecher. BMW gab keine neues Gewinnziel für 2008 mehr ab, sondern teilte lediglich mit, dass die Umsatzrendite vor Steuern bei mehr als vier (Vorjahr: 6,7) Prozent liegen werde. Experten errechneten aus der neuen Vorgabe ein Ziel von nunmehr 2,3 Milliarden Euro.

Der BMW-Aktienkurs das Autobauers brach brach gegen 10 Uhr um 8,54 Prozent auf 26,44 Euro ein.

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Vergangene Woche hatte Daimler sein Gewinnziel gesenkt und damit die Aktie auf Talfahrt geschickt. „Das Umfeld der Automobilindustrie hat sich durch die deutlich steigenden Öl- und Rohstoffpreise, die Schwäche des US-Dollars und die Auswirkungen der internationalen Finanzkrise sowie die schwächere Konjunktur in den USA im zweiten Quartal nochmals massiv eingetrübt“, teilte BMW mit. „In der Folge blieben auch die dortigen Preise für Gebrauchtwagen und damit die Erlöse für Fahrzeuge, die aus Leasing-Verträgen zurückkamen, weiter unter Druck.“ BMW habe daher die Risikovorsorge weiter erhöht.

BMW habe in den USA zudem Probleme, für zurückkommende Leasing-Wagen die ursprünglich eingeplanten Preise zu erzielen. Unter anderem deswegen und angesichts der Dollarschwäche will BMW seine Verkäufe in den USA gezielt verringern.

Preise sollen steigen

Der Gewinn im ersten Halbjahr brach deutlich ein. Vor Steuern verdiente BMW bis Ende Juni mit 1,24 Milliarden Euro 35 Prozent weniger als vor einem Jahr. BMW-Chef Norbert Reithofer geht davon aus, dass auch 2009 ein „anspruchvolles Jahr mit großen Herausforderungen“ wird. „Das makroökonomische Umfeld in der Automobilindustrie dürfte sich aller Voraussicht nach auch im kommenden Jahr nicht verbessern“, sagte er.

Im ersten Halbjahr stieg der BMW-Umsatz um 4,5 Prozent auf 27,84 Milliarden Euro. Die Umsatzrendite lag damit in den ersten sechs Monaten bei knapp 4,5 Prozent nach 7,2 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verdiente BMW mit 994 Millionen Euro rund 26 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Als Reaktion auf die Probleme will BMW die Produktion kürzen, die Autopreise anheben und mit den Gewerkschaften über die bestehenden übertariflichen Leistungen für seine Mitarbeiter verhandeln.

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