Autobauer: Opel-Betriebsrat hält nichts von GMs Sanierungsplan

Autobauer: Opel-Betriebsrat hält nichts von GMs Sanierungsplan

Bild vergrößern

Opel-Flaggen nahe dem Werk in Rüsselsheim

Auch am vorletzten Tag des Jahres kommt der Autobauer Opel nicht zur Ruhe: Opel-Betriebratschef Franz hat das Sanierungskonzept von GM für Opel scharf kritisiert. Gestiegene Neuzulassungen stärken dem Autobauer den Rücken.

Kurz vor Beginn der Verhandlungen über die Zukunft des Autobauers Opel hat der Betriebsrat das Sanierungskonzept des Mutterkonzerns General Motors (GM) scharf kritisiert. „Ein Abbau von knapp 9.000 Stellen in Europa kommt für uns nicht in Frage“, sagte der Chef des Europäischen Arbeitnehmerforums, Klaus Franz, der „Frankfurter Rundschau“. Ein Stellenabbau in diesem Umfang sei „betriebswirtschaftlich unsinnig“ und überhaupt nicht zwingend, sagte er.

Bis zum Jahr 2013 würden europaweit bei Opel und der britischen Schwester Vauxhall ohnehin etwa 10.500 der derzeit rund 50.000 Stellen durch Altersteilzeit und natürliche Fluktuation frei. Weitere Kosten durch Abfindungen müssten auf jeden Fall vermieden werden. Opel habe bereits wegen der verschleppten Restrukturierung rund 800 Millionen Euro verloren.

Anzeige

Immerhin hat Opel im abgelaufenen Jahr in Deutschland deutlich mehr Autos verkauft. Mit rund 339.000 (Vorjahr: 258.274) Zulassungen habe Opel erstmals seit 2005 wieder den zweiten Platz in der deutschen Zulassungsstatistik erobert, teilte die Tochter des US-Konzerns GM gestern mit. Seinen Marktanteil bezifferte das Rüsselsheimer Unternehmen auf 8,9 Prozent. Dank seines Angebots an kleineren Modellen hat Opel in diesem Jahr ebenso wie der Marktführer VW besonders von der staatlichen Abwrackprämie profitiert. Mercedes und BMW, die in der Zulassungsstatistik 2008 des Branchenverbands VDA noch vor Opel gelegen hatten, konnten mit ihren teureren Modellen hier weniger punkten.

Betriebsratschef Franz forderte erneut einen höheren Eigenbeitrag von GM zur Sanierung des Europageschäfts. Der US-Konzern setzte die Kosten mit insgesamt 3,2 Milliarden Euro an und versucht Unterstützung von verschiedenen EU-Staaten mit Opel-Standorten zu erhalten. Selbst will die Opel-Mutter bislang lediglich 600 Millionen Euro beisteuern. „Das wird den Politikern nicht reichen“, sagte Franz. Er bekräftigte, dass der mit dem abgeblitzten Investor Magna verabredete Sanierungsbeitrag der Belegschaft von 265 Millionen Euro für GM nur bei entsprechenden Gegenleistungen zur Verfügung stehe. „Werksschließungen und Entlassungen werden wir nicht akzeptieren“, sagte Franz. Die Verhandlungen über Stellenabbau und mögliche finanzielle Sanierungsbeiträge der Belegschaft beginnen Informationen der Zeitung in der zweiten Januarwoche.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%