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Autobauer: Opel-Chef sieht Liquidität bis weit in 2009 gesichert

Opel-Chef Hans Demant sieht die Liquidität der General-Motors-Tochter „noch weit bis ins nächste Jahr“ gesichert. „Wir haben nicht das Problem, dass wir demnächst mit dem Rücken an der Wand stehen. Wir fragen nach einer Bürgschaft nur für den Fall, dass sich die Situation bei GM in den USA noch weiter verschlechtert und wir dann keinen Zugriff mehr auf Geld des Mutterkonzerns hätten“, sagt Demant in der WirtschaftsWoche.

Opel-Chef Hans Demant Quelle: dpa
Opel-Chef Hans Demant Quelle: dpa
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Zwar sieht der Opel-Vorstandsvorsitzende keine finanztechnischen Probleme, falls die Bundesregierung dem deutschen Autobauer hilft. Es könne sichergestellt werden, dass die Gelder wie verlangt in Deutschland bleiben. Demant: „Zunächst einmal fließt bei einer Bürgschaft kein Geld. Es wäre nur die Grundlage für Kredite, die wir dann aufnehmen könnten. Aber natürlich lassen sich die Investitionen in die neuen Modelle in Europa, die damit unterlegt werden könnten, mit einer Zweckbindung auf die deutschen Werke versehen.“

Gerade Demants Argumentation könnte aber im schlimmsten Fall verhindern, dass die EU-Kommission die Rettungsaktion zulässt. Um Missbrauch und Wildwuchs bei den Subventionen zu begrenzen, habe die Europäische Union genaue Regeln für staatliche Rettungsmaßnahmen ausgearbeitet, sagte Rechtsanwalt Robert Heym von der Münchener Wirtschaftskanzlei Reed Smith gegenüber der WirtschaftsWoche. So sehe die „Leitlinie der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung von Unternehmen in Schwierigkeiten“ aus dem Jahr 2004 vor, dass Tochterunternehmen von ausländischen Konzernen grundsätzlich nur dann geholfen werden darf, wenn die wirtschaftlichen Probleme bei dem Tochterunternehmen liegen.

„Ist das Problem bei der ausländischen Muttergesellschaft“, so Heym, „dürfte die Bundesrepublik Deutschland nach dieser Leitlinie an sich keine Mittel zur Rettung zur Verfügung stellen.“ Würde trotz der Bedenken eine Staatsbürgschaft gewährt werden, wartet Brüssel laut WirtschaftsWoche bereits mit weiteren Hindernissen auf: Eine Rettungsmaßnahme muss nach der Leitlinie maximal auf sechs Monate begrenzt sein und darf nur einmal gewährt werden. Das bedeutet: Würde sie von Opel nicht innerhalb der sechs Monate in Anspruch genommen, weil sich die Lage bei GM durch staatliche Hilfspakete zunächst entspannt, hat die Bundesregierung womöglich keine Handhabe mehr. Heym: „Eine Neuauflage des Rettungspaketes zu einem späteren Zeitpunkt wäre nicht mehr ohne weiteres möglich.“

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.12.2008, 18:28 UhrAnonymer Benutzer: Till Hafner

    Sehr geehrte WiWo Redaktion,
    als Gesellschaftsrechtler erlaube ich mir nochmal den Hinweis, dass Opel schon seit einigen Jahren in der in der Rechtsform der GmbH geführt wird. Deshalb erfolgt die Geschäftsleitung durch einen - bzw. hier mehrere GmbH-Geschäftsführer und gerade nicht durch einen Vorstand. Mit der Umwandlung der früheren Adam Opel AG in eine GmbH hat sich auch die bezeichnung der Mitglieder der Geschäftsleitung verändert. Eine Wirtschaftsredaktion ihres Anspruches sollte dies einfach wissen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Till Hafner

  • 22.11.2008, 19:35 UhrAnonymer Benutzer: Martin

    Es war und ist ein Fehler, Opel in Deutschland staatliche bürgschaften für deren Liquidität zu geben. Das ist eine regelrechte Einladung an die Herren Manager in Detroit, Opel den Geldhahn zuzudrehen! Eigentlich müßte GM ein massives interesse an der Überlebensfähigkeit von Opel haben. Denn die Deutsche Tochter könnte die blaupausen für spritsparende Modelle liefern, die Detroit bisher nicht bauen wollte!

  • 22.11.2008, 17:47 UhrAnonymer Benutzer: Harry Gambler

    Die Sprüche der Subventionsjunkies sind ja nun bekannt, seit 20 Jharen lebt Opel eh vom Missmanagement und den staatlichen Subventionen. Eisenach ist die Subventionsruine der moderen Geschichte, letztendlcih hilft nur die Gründung einer Stiftung unter dem Dach der Robert bosch Foundation, die ja bekanntlich mit den Zulieferprodukten für die Automobilbauer Arbeitsplätze trotz aller Krisen erhalten kann. das Stiftungsmodell wird in der Zukunft der Krise immer wichtiger.

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