Autobauer: Opel-Rettung wird erste Bewährungsprobe für Brüderle

Autobauer: Opel-Rettung wird erste Bewährungsprobe für Brüderle

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Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP)

von Henning Krumrey

Die Rettung des Autobauers wird die erste Bewährungsprobe des neuen Wirtschaftsministers Rainer Brüderle.

Eines der ersten Themen für Rainer Brüderle (FDP) ist gleich brisant. Die Übernahme der General-Motors-Tochter Opel durch den österreichischen Zulieferer Magna steht auf der Kippe. Am 3. November will der GM--Verwaltungsrat in Detroit entscheiden, ob der deutsche Autobauer an Magna geht oder beim US-Konzern bleibt.

Als Oppositionspolitiker hatte der neue Bundeswirtschaftsminister davor gewarnt, sich frühzeitig auf Magna festzulegen. Noch Anfang September schimpfte er: „Der angebliche Opel-Verkauf sieht immer mehr nach einer Mogelpackung aus. Die Karosserie glänzt, aber die Motorhaube darf niemand öffnen.“ Brüderle weiß allerdings: Die Zusagen an Magna kann die Bundesregierung nicht mehr zurücknehmen. Noch am vergangenen Mittwoch sagte Magna-Europachef Siegfried Wolf, er sei überzeugt, der Vertrag werde bald unterschrieben.

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Es drohen Massenentlassungen

Wirtschaftspolitiker – im Bundestag wie im Bundesministerium – erwarten, dass GM sich gegen den Verkauf entscheidet und Deutschland vor die Alternative stellt: Hilfe oder Insolvenz. Früher hatte Brüderle es abgelehnt, „dass die Unfähigkeit des GM-Managements auch noch mit deutschen Steuergeldern unterstützt wird“.

Aber dann drohen Massenentlassungen. Einen Vorteil hätte eine GM-interne Lösung für ihn allerdings: Der Konzern käme angeblich mit rund 2,5 Milliarden Euro an staatlichem Kredit aus, 2 Milliarden weniger als bei der Magna-Lösung. Der neue FDP-Minister könnte dann argumentieren, unter seiner Ägide -riskiere der Steuerzahler sogar weniger Geld.

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