Koch: Gerede über Insolvenz einstellen
Laut Opel-Betriebsratschef Klaus Franz könnten bis zu einer Entscheidung noch vier bis acht Wochen vergehen. Soviel Zeit sei nötig, um die Zukunft des Mutterkonzerns General Motors in den USA zu klären, sagte Franz. Es sei ausreichend Liquidität für die Auszahlung der Löhne und die Bezahlung von Zulieferern vorhanden, beruhigte er. „Ich bitte, uns diese Zeit zu lassen“, sagte Franz, der auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt. Bei Opel arbeiten in Deutschland mehr als 25 000 Menschen. Europaweit hängen an Opel nach Angaben des Unternehmens 50 000 Arbeitsplätze.
Hesssens Ministerpräsident Koch griff in ungewöhnlich scharfen Worten Guttenberg und Schäuble an. „Ich fordere dringend dazu auf, das Gerede über eine mögliche Opel-Insolvenz schleunigst einzustellen. Wer ständig darüber schwadroniert, zerstört das Vertrauen von Kunden und Lieferanten und redet eine Insolvenz herbei“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Guttenberg hatte der „WirtschaftsWoche“ auf die Frage nach einer möglichen Opel-Insolvenz geantwortet: „Es ist unbedingt zu vermeiden, durch eine unüberlegte und nicht zu begründende Entscheidung einen Dammbruch an Staatsmitteln auszulösen, der nicht mehr zu halten ist.“
Betriebsrat bereitet Opelaner auf drastische Lohnverzichte vor
Unterdessen bereitete der Betriebsratschef des Opel-Werkes in Eisenach Harald Lieske die Beschäftigten des Autobauers auf Forderungen nach einem drastischen Lohnverzicht vor. Die Opel-Mitarbeiter müssten mit Lohneinbußen in zweistelliger Prozenthöhe rechnen, sagte er der „Thüringer Allgemeinen“. Damit konkretisierte er den Sanierungsbeitrag, der den Beschäftigten im Rahmen des Überlebenskonzepts für Opel abverlangt wird. Danach sollen 950 Millionen Euro an Kosten eingespart werden.
Zudem sollen die europäischen Staaten mit GM-Standorten rund 3,3 Milliarden Euro an Staatshilfen beisteuern. Sollte es zu einer Vereinbarung möglichst aller Opel-Werke über einen Lohnverzicht kommen, könnte dies ein Ergänzungstarifvertrag nötig machen, der den eigentlichen Tarifvertrag unterschreite, sagte Lieske. Es gebe Forderungen von GM nach Lohnverzicht, die der aber nicht beziffern wollte.














- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
- als Spam melden
- antworten
Alle Kommentare lesen10.03.2009, 13:14 UhrAnonymer Benutzer: Rambazamba
Laßt Opel doch pleitegehen.Es gibt genug andere und bessere Autofabrikanten.
Diese Angebaggere der "Opelaner" ist doch nur jämmerliche Mitleidshascherei vor der bundestagswahl unter Hinweis auf Arbeitsplatzverluste.Das scheint irgendwie immer zu ziehen.
10.03.2009, 09:24 UhrAnonymer Benutzer: Exitus
@Hägar Schmidt
in Sachen DHL muss ich ihnen massivst widersprechen. DHL hat es in den USA deshalb nicht geschafft, weil Sie den deutschen Schlendrian exportieren wollten. Die betroffenen Amerikaner führten exakt die Argumente an, die ich führe, weil das Postwesen hier am Ort völlig desolat ist. Allein die briefzustellung funktioniert seit drei Jahren nicht mehr: Die Post wird wahllos in die briefkästen verteilt, DHL schickt Sendungen zurück, weil der bote keine drei Schritte zum Hinterhaus gehen will, Sendungen gingen allein von DHL verloren und so weiter und so fort.
Die meisten Poster und die Mehrheit der bundesbürger würden Opel lieber heute als morgen vom Markt verschwinden sehen. Das Unternehmenist mausetot und jeder Cent Stütze rausgeworfenes Geld.
Ach ja, die armen Mitarbeiter. Wo haben die denn massivst ihre Mäuler aufgerissen und demonstriert, als es um verfehlte Modell- und Firmenpolitik ging; wo wurde bei Zeiten auf eine Unabhängigkeit gedrängt. Da kam man in der früh, ging nach acht Stunden Arbeit und bibberte, bei der nächsten Entlassungswelle nicht dabei zu sein.
Hilfe für Opel bedeutet nur, das endgültige und für alle Zeiten AUS nach hinten zu verschieben - auf unserer aller Kosten.
09.03.2009, 21:55 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt
Alle schreien nach Gerechtigkeit. So soll's geschehen: wir sollten das von anderen erwarten, was sie von uns erwarten. Wenn die Post bei DHL 10,000 Leute herauswirft (im vergangenen Jahr in den USA), dann soll GM dies bei Opel eben auch tun. Nix Staatshilfe - einfach 1:1 internationale Gerechtigkeit. GM bekommt Geld vom Staat? Gut, unsere Autobauer bekommen es auch.
Worum geht's hier eigentlich?