Autobauer: Opel-Verkauf verzögert sich - mal wieder

Autobauer: Opel-Verkauf verzögert sich - mal wieder

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Ein Opel wird zum Verkauf angeboten

Erneute Verzögerung bei der Opel-Rettung: Erst am 3. November will sich die ehemalige Opel-Mutter General Motors mit einer von der EU-Kommission geforderten Erklärung befassen. Vorher gibt es keine Unterschrift. Ein Scheitern des Deals lässt sich daraus aber nicht ableiten.

Die GM-Spitze wird sich am 3. November mit der von der EU-Kommission geforderten Erklärung zum Magna-Deal befassen, wie GM-Unterhändler John Smith am Freitag in dem GM-Blog Driving Conversations schrieb. Wie aus Verhandlungskreisen bereits gestern bekannt wurde, ziert sich der bisherige Opel-Eigner General Motors, die von der EU-Kommission geforderte Erklärung abzugeben, dass die Verkaufentscheidung für Magna ohne politischen Druck zustande kam. Vor Anfang kommender Woche sei nicht mit einer Unterzeichnung des Vertrags über den Einstieg des Magna-Konsortiums bei Opel zu rechnen.

Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge droht der Verkauf von Opel an Magna nun zu platzen. Im Führungsgremium (Board) des Eigentümers General Motors (GM) mehrten sich die Stimmen derer, die gegen einen Verkauf des Rüsselsheimer Autobauers seien, berichtete Spiegel Online ohne Nennung von Quellen. Nachdem die Bundesregierung versichert hat, dass sie die versprochenen Kreditbürgschaften über 4,5 Milliarden Euro auch anderen Bietern gewährt hätte, wollten wichtige GM-Manager die Europa-Tochter nun behalten und selbst sanieren.

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Verzögerungen auch auf deutscher Seite

Aus dem Blog-Eintrag von John Smit lässt sich derartig Dramatisches aber nicht herauslesen. Bis zum 3. November werde man weiter an der Lösung offener Fragen arbeiten, um alle Vorbereitungen für einen bindenden Vertrag mit Magna/Sberbank abzuschließen, schreibt Smith - falls die GM-Spitze bei ihrem Treffen am 3. November grünes Licht dafür gebe.

Verzögerungen gibt es aber auch auf deutscher Seite: Nach Angaben aus informierten Kreisen ist es auch unwahrscheinlich, dass die Opel-Treuhand noch heute die von der EU geforderte Erklärung abgeben wird. Die Treuhand sei aber daran interessiert, die Geschichte schnell zu Ende zu bringen.

EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes hatte Bedenken gegen den Verkaufsprozess geäußert, weil die Bundesregierung womöglich einseitig und damit unzulässig Einfluss darauf genommen habe. Landespolitiker hatten vor der Entscheidung erklärt, dass die Staatshilfen an einen Zuschlag für den Autozulieferer Magna und dessen russischen Partner Sberbank geknüpft seien.

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