Autobauer: Porsche verlängert offenbar Kurzarbeit

Autobauer: Porsche verlängert offenbar Kurzarbeit

von Franz W. Rother

Das US-Geschäft läuft wieder deutlich besser. Doch BMW und Porsche bleiben skeptisch.

Für die deutschen Autohersteller läuft das US-Geschäft wieder besser. Volkswagen verkaufte im Februar fast ein Drittel mehr Fahrzeuge als ein Jahr zuvor, BMW verzeichnete ein Plus von 13,7 und Mercedes von 8,4 Prozent. Sogar Porsche setzte dank der neuen Panamera-Limousine rund ein Prozent mehr Autos ab. Doch der Jubel darüber fällt verhalten aus – von den Zahlen der Vorkrisenzeit sind alle Hersteller noch meilenweit entfernt.

„Ich glaube nicht, dass die Auswirkungen der Finanzkrise schon ganz verdaut sind“, sagt BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson. „Wir haben in den USA im Februar eine gute Erholung gesehen. Trotzdem bin ich für den US-Markt dieses Jahr noch verhalten optimistisch.“ Denn zwei wichtige Modelle, der X1 und der neue 5er, werden erst noch in den US-Handel. Weltweit erwartet Robertson dank eines starken chinesischen Marktes für 2010 dennoch ein leichtes Plus beim Absatz. „Wir werden insgesamt wohl nur im einstelligen Prozentbereich wachsen, aber wir werden wachsen.“

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In den USA weniger verkauft

Dagegen schwächelt Porsches wichtigster Ertragsbringer der vergangenen Jahre, der Elfer, ebenso wie Boxster und Cayman. In den USA liegen die Verkäufe dieser Wagen um etwa ein Drittel unter dem Vorjahr – Besserung ist nicht in Sicht. Die Kurzarbeit im Stammwerk Zuffenhausen, die planmäßig Ende März ausläuft, geht deshalb wohl in die Verlängerung. Ausgesetzt ist die Entscheidung über den Start einer weiteren Baureihe – ein kleiner Roadster unterhalb des Boxster oder ein kleiner SUV unterhalb des Cayenne. Deshalb erwartet Porsche-Chef Michael Macht schwierige Verhandlungen über eine Verlängerung des Standortsicherungsvertrags für Zuffenhausen, der im Juli ausläuft.

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