Autobauer: PSA-Markenchef Gales: "2010 wird nicht so schlimm wie erwartet"

Autobauer: PSA-Markenchef Gales: "2010 wird nicht so schlimm wie erwartet"

Der französische Autobauer PSA mit seinen Marken Peugeot und Citroën geht nicht davon aus, dass nach Auslaufen der Abwrackprämie in Deutschland und anderen Ländern der Autoabsatz massiv einbrechen wird.

Der neue PSA-Markenchef Jean-Marc Gales rechnet damit, dass das Geschäft mit gewerblichen Kunden nach der Flaute im laufenden Jahr 2010 wieder anziehen wird.

„Mit dem Auslaufen der Hilfsmaßnahmen in Deutschland wird es natürlich einen Rückgang geben. Er wird aber nicht so schlimm ausfallen, wie manche Experten prognostizieren“, sagte Gales der WirtschaftsWoche. „Wir rechnen damit, dass der Markt für gewerbliche Kunden, der 2009 sehr schwach ist, anzieht.“

Anzeige

Entsprechend ehrgeizig sind die Absatzziele für PSA. „Wir sind Marktführer in Europa bei leichten Nutzfahrzeugen wie Peugeot Bipper und Partner oder Citroën Berlingo und würden davon profitieren.“

Für die zweite Jahreshälfte erwartet Gales im Vergleich zum ersten Halbjahr steigende Marktanteile für PSA. „Wir profitieren von den Abwrackprämien und haben uns vorgenommen, im zweiten Halbjahr in Westeuropa einen Marktanteil von 14 Prozent und in Deutschland mehr als 7 Prozent zu erreichen.“

Sieben Prozent entsprächen einem Plus von einem halben Prozentpunkt im Vergleich zum ersten Halbjahr. Diese Werte will Gales im nächsten Jahr noch erhöhen. „Wir wollen uns in Europa 2010 über die 14 Prozent Marktanteil des zweiten Halbjahres 2009 hinaus verbessern. In Deutschland hatten wir in den letzten Monaten mit unseren Marken Peugeot und Citroën über sieben Prozent Marktanteil. Wir wollen in Deutschland weiter wachsen.“

Die PSA-Gruppe will Ende 2010 „als einer der ersten überhaupt ein Elektro-Fahrzeug auf den Markt bringen“, das in Kooperation mit Mitsubishi entsteht. Mit dem japanischen Partner arbeitet PSA auch beim Bau einer Fabrik in Russland zusammen. Gerüchten über eine enge Allianz mit Mitsubishi, Fiat oder BMW erteilt Gales jedoch vorerst eine Absage: „Über eine große Allianz haben wir noch keine Entscheidung getroffen.“

Nicht zufrieden ist Gales mit dem schwachen Marktauftritt von Peugeot und Citroën im Wachstumsmarkt China.

„In China sind wir nicht zufrieden mit dem Marktanteil. Das muss besser werden. Wir müssen unser Vertriebsnetz in den nächsten 12 bis 18 Monaten auch in Randzonen ausbauen und unser Image durch neue, dem Markt angepasste Produkte verbessern“, sagte Gales. „Es war falsch, den Kunden dort Fahrzeuge anzubieten, deren Produktion in Europa ausgelaufen ist. Wir wollen den Chinesen die Technologie anbieten, die wir in anderen Ländern haben.“ Weiterhin keine Expansionspläne habe PSA für die USA, wo Peugeot und Citroën nicht vertreten sind.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%