Autobauer: Renault will Beteiligung an Volvo versilbern

Autobauer: Renault will Beteiligung an Volvo versilbern

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Patrick Pelata, Ceo von Rneault hat noch viele Pläne für den Autobauer

von Franz W. Rother

Im Gespräch mit Journalisten hat Renault-COO Patrick Pelata die knapp 20-prozentige Beteiligung des französischen Autoherstellers an dem schwedischen Nutzfahrzeugkonzern AB Volvo zur Disposition gestellt.

Mit Hochdruck arbeitet Renault an einem neuen Strategieprogramm. Das Management will es Mitarbeitern und Aktionären im Februar 2011 präsentieren. Wie Chief Operating Officer (COO) Patrick Pelata verriet, sieht es weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität und Produktqualität vor sowie ein stärkeres Wachstum in Russland, Indien und China. Der französische Autokonzern ist mit 5,9 Milliarden Euro verschuldet, beginnt aber in den nächsten Wochen mit der Rückzahlung des Drei-Milliarden-Euro-Darlehens, das ihm die Regierung in Paris 2009 gewährt hat.

Durch den Verkauf von Tafelsilber will Pelata die Schulden weiter reduzieren. Zur Disposition steht auch die 20-prozentige Beteiligung am schwedischen Nutzfahrzeughersteller AB Volvo. Nach aktuellem Kurs hätte das Aktienpaket nur einen Wert von 2,3 Milliarden Euro. „Aber zum aktuellen Kurs würden wir auch nicht verkaufen“, sagte Pelata. Festhalten werde er trotz Anlaufproblemen an der Beteiligung am russischen Autohersteller Avtovaz.

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Die durch Verkäufe und Sparaktionen frei werdenden Mittel will Renault auch zur Finanzierung alternativer Antriebe verwenden. Pelata zufolge investiert der Konzern zwischen 2009 und 2013 insgesamt vier Milliarden Euro in die Entwicklung von Elektroautos und Akkus. Schon 2012 will Renault vier E-Mobile anbieten. Geplant ist eine Jahresproduktion von zunächst 100 000 Fahrzeugen. Pelata: „Wir wollen mit Elektroautos schnell Geld verdienen.“ Während die Konkurrenz große Summen in den Hybridantrieb steckt, hält der Renault-Manager nichts von der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor: „Auf langen Strecken sind Dieselautos besser.“

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