Autobauer: Spanien und Großbritannien gegen Magnas Opel-Plan

Autobauer: Spanien und Großbritannien gegen Magnas Opel-Plan

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Spanien und Großbritannien sind mit dem Magna-Plan nicht einverstanden

Wenige Tage vor der erwarteten Unterzeichnung des Opel-Verkaufsvertrags haben Spanien und Großbritannien das Konzept des künftigen Eigners Magna erneut abgelehnt.

Spanien habe Deutschland schriftlich darüber informiert, es sehe sich "derzeit nicht in der Lage, den Businessplan Magnas für Opel zu unterstützen", berichtete die Zeitung "Die Welt" heute. Es fehlten Informationen und Perspektiven für das Werk in Saragossa. Man schlage vor, den Vertragsabschluss um einige Wochen zu verschieben. Ein spanischer Regierungssprecher bestätigte Reuters, dass ein Brief geschickt worden sei. Informationen zum Inhalt des Schreibens wollte er nicht machen.

Das britische Handelsministerium bestätigte einen Medienbericht, Minister Peter Mandelson lehne nach einem Prüfbericht der Beratungsfirma PWC zum Magna-Konzept den Verkauf unter diesen Umständen ab. Bei einem Besuch in Korea sagte Mandelson, um negative Folgen für die britische Opel-Tochter Vauxhall abzuwenden, müsse der Geschäftsplan geändert werden. Schon zuvor hatte Mandelson unter anderem in Schreiben an die EU-Kommission Front gegen den Opel-Verkauf an den kanadischen Zulieferer und die russische Sberbank gemacht.

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Auf Treffen sollte Lastenverteilung beraten werden

Ein Sprecher von Spaniens Industrieminister Miguel Sebastian sagte, Sebastian werde nicht an einem bislang geheim gehaltenen Treffen teilnehmen, das für heute von der Bundesregierung in Berlin anberaumt sei. Er sei nicht glücklich mit dem Gebot von Magna für Opel, begründete Sebastian seine Entscheidung.

Nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" soll auf dem Treffen über die Eckpunkte für die staatliche Unterstützung der Finanzierung der Opel-Übernahme sowie über die Grundzüge der Lastenverteilung beraten werden. Ziel sei eine gemeinsame europäische Position zu der für kommende Woche geplanten Vertragsunterzeichnung zwischen Magna und der früheren Opel-Mutter General Motors.

Belgien, dessen GM-Werk in Antwerpen von Schließung bedroht ist, werde an dem Treffen aber teilnehmen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Offen sei am Donnerstag noch gewesen, ob auch Großbritannien einen Vertreter entsende.

Das Magna-Konzept steht und fällt mit der Gewährung öffentlicher Gelder. Magnas Pläne fußen auf der Annahme, dass staatliche Kredite und Bürgschaften von 4,5 Milliarden Euro fließen. Deutschland hat als wichtigster Opel-Standort bereits einen Überbrückungskredit von 1,5 Milliarden Euro gestellt und angeboten, die Finanzhilfe zunächst vorzufinanzieren und später andere Opel-Standortländer in Europa zu beteiligen.

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