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Autobauer: VW auf der Suche nach den „Glory Days“

von Martin Seiwert mit dpa

Dass Suzuki die Partnerschaft aufkündigte war ein schwerer Rückschlag für VW, hatte man sich doch ein starkes Standbein in Indien erhofft. Nur zwei Wochen später lenkt VW den Blick auf einen vielleicht noch wichtigeren Markt.

Martin Winterkorn, Quelle: dapd
Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Quelle: dapd

Am Montag wurde VW-Chef Martin Winterkorn in São Paulo als fünfter Deutscher mit dem Titel „Deutsch-Brasilianische Persönlichkeit des Jahres" ausgezeichnet. Der VW-Chef versprach, bis 2016 rund 3,4 Milliarden Euro in die brasilianischen VW-Werke zu investieren. In den USA wird sich in den kommenden Jahren entscheiden, ob Volkswagen eine wirklich globale Marke ist. Denn noch führt die Marke hier bislang eher ein Nischendasein. In Süd- und Mittelamerika, wo teilweise die Modelle für die USA hergestellt werden, liegen Schwellenländer, die sich mit ihrem Wachstum vor asiatischen Märkten nicht verstecken müssen.

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Motor der brasilianischen Automobilindustrie

Mit den Milliardeninvestitionen werde VW „die Weichen für ein nachhaltiges Wachstum in Brasilien setzen", sagte VW-Chef Martin Winterkorn in São Paulo. Brasilien sei einer der wichtigsten Zukunftsmärkte des Volkswagen Konzerns. „Wir sind hier seit über 50 Jahren als Motor der brasilianischen Automobilindustrie fest verwurzelt", so Winterkorn. Der Wolfsburger Autobauer betreibt in Brasilien vier Werke. VW do Brasil beschäftigt rund 23 000 Mitarbeiter und ist damit einer der größten Arbeitgeber der südamerikanischen Automobilbranche. Täglich fließen dort rund 3500 Fahrzeuge mit 21 Modellen vom Band.

Mit dem Preis an Winterkorn würdigt die deutsch-brasilianische Unternehmerschaft seit 2006 jedes Jahr jeweils eine Persönlichkeit aus beiden Ländern für ihren persönlichen Beitrag zur Förderung der bilateralen Beziehungen. Auf brasilianischer Seite freuen durfte sich der Gouverneur des Bundesstaates Rio de Janeiro, Sérgio Cabral Filho. Niedersachsen und Brasilianer seien ein echtes „Dreamteam", betonte Winterkorn. „Spätestens im kommenden Jahr feiern wir 20 Millionen Volkswagen „Made in Brasil"". Wegen der erfahrenen Beständigkeit werde das hiesige Engagement Stück für Stück ausgebaut. „Wir bauen hier in Brasilien für die Menschen in Brasilien." Bis 2015 könnten hier pro Jahr bis zu fünf Millionen Fahrzeuge verkauft werden.

VW als Umwelt-Vorreiter

Für Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister hat Winterkorn den Preis auch wegen seiner „zukunftsweisenden Initiativen" für Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz verdient. „VW ist der erste Automobilhersteller in Brasilien, der in die Erzeugung von regenerativer, sauberer Energie investiert", sagte der CDU-Politiker. VW do Brasil habe 120 Millionen Euro in den Bau von zwei Wasserkraftwerken mit einer Gesamtleistung von 48,2 Megawatt gesteckt, um künftig 40 Prozent des Strombedarfs mit Wasserkraft decken zu können.

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.10.2011, 04:54 UhrAnonymer Benutzer: Peter K.

    Wie wäre es denn, wenn VW vielleicht auch mal eine Fabrik in Griechenland bauen würde, um dort zb. PickUps für die arabischen Länder und Afrika zu produzieren, wo bisher immer nur Toyotas zu sehen sind?

    Nach den politischen Änderungen der letzten Zeit, könnten die dortigen Märkte eventuell bald interessant werden. Und die Griechen brauchen unbedingt wirtschaftliche Hilfe. Die finanzielle Rettungsschirme allein reichen niemals aus.

  • 05.10.2011, 15:09 UhrAnonymer Benutzer: Folgswagen

    brasilien hat Zukunft mit Flex-Fuel-Motoren für benzin und Ethanol.
    Die brasilianer kopieren auch nicht gleich alles,wie die Chinesen.

  • 05.10.2011, 10:44 UhrAnonymer Benutzer: werneremil

    haben unsere autobauer nur blech im kopf??erst mercedes mit crysler,dann bmw mit einem anderen deppenverein und nun vw mit suzuki????haben wir Know how und milliarden euro zu verschenken???

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