Autobauer: Warum Daimler am Wasserstoffauto festhält

Autobauer: Warum Daimler am Wasserstoffauto festhält

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Thomas Weber

von Martin Seiwert

In wenigen Monaten sollen die ersten serienreifen Elektroautos von den Bändern laufen. Trotz des Elektroauto-Hypes hält Daimler weiterhin am Wasserstoffauto fest. Warum, erklärt Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber.

WirtschaftsWoche: Die Zukunft gehört dem Elektroauto. Warum hält Daimler am Wasserstoffauto fest?

Weber: Emissionsfreie Mobilität lässt sich durch Elektrofahrzeuge mit wasserstoffgespeister Brennstoffzelle oder mit Batterie realisieren. Die Batterie eignet sich vor allem für den Stadtverkehr, die Brennstoffzelle bietet aufgrund der hohen Reichweiten und kurzen Tankzeiten Vorteile im Überlandverkehr.

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Das Elektroauto braucht nur eine Steckdose. Wieso Milliarden in eine Wasserstoffversorgung investieren?

Elektroautos mit Batterie lassen sich an jeder Steckdose laden, aber nur wenige besitzen eigene Stellplätze. Auch hier ist also ein Infrastrukturaufbau notwendig. Und die Vorteile von Brennstoffzellenautos überzeugen. Eine Wasserstoffinfrastruktur ist also zielführend und ein vergleichsweise günstiger Einstieg in das Null-Emissions-Zeitalter.

Woher soll klimafreundlicher Wasserstoff kommen? Bisher wird er oft aus Erdöl gewonnen.

Wasserstoff ist bereits heute in großen Mengen am Markt verfügbar und kann auch problemlos aus regenerativen Energiequellen hergestellt werden, beispielsweise durch Wind- und Solarstrom.

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