Autobauer: Warum die Auto-Rückrufe Toyota ins Mark treffen - Seite 3

Autobauer: Warum die Auto-Rückrufe Toyota ins Mark treffen

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Zu langsam reagiert

Finanziell kann Toyota das verkraften, doch für die Korrektur des ramponierten Images wird der Konzern lange brauchen. Audi etwa zahlte Mitte der 1980er-Jahre bei einem ähnlichen Problem kräftig Lehrgeld. Wegen eines Konstruktionsfehlers bei der Bedienung der Automatik beschleunigten einige Audi-Modelle der Serien 100 und 200 teils unkontrolliert. Das Problem ließ sich vergleichsweise leicht lösen – doch Audi hatte in Fernsehsendungen den Ruf weg, mangelhafte Autos zu bauen. Die Folge: Audis US-Absätze gingen schlagartig um die Hälfte zurück und hätten den deutschen Autobauer beinahe vom US-Markt verdrängt.

 Toyotas Konkurrenten können sich nicht in Sicherheit wiegen. Denn das Rückruf-Debakel der Japaner zeigt, welche Risiken die Plattform-Strategien bergen, die von fast allen Autobauern eingesetzt werden. „Mit der Gleichteilestrategie wachsen die wirtschaftlichen Risiken der Rückrufe und die Image-Risiken“, urteilt der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer.

Toyotas fehlerhaftes Gaspedal wurde gleich in acht Modellreihen über einen längeren Zeitraum eingesetzt. Zudem kam das Pedal auch bei Joint-Venture-Fahrzeugen wie dem Citroen C1 oder dem Peugeot 107 zum Einsatz. Deshalb habe es lange gedauert, bis deutlich wurde, welche Fahrzeuge in welchen Ländern betroffen seien.

Trotzdem habe der Autobauer viel zu langsam reagiert,  bis die Probleme kommuniziert und behoben werden. „Dies muss bedeutend schneller werden“, so Dudenhöffer.

Krisenbewältigung: Vorbild Mercedes?

Als Vorbild könnte Toyota ausgerechnet jenes Debakel dienen, dass Mercedes bei der Einführung seiner A-Klasse im Jahr 1997 erlebte. Bei einem in Schweden üblichen Fahrtest, dem so genannten „Elchtest“, kippte das Kompaktauto damals um. Für die Marke Mercedes, die mit der Sicherheit ihrer Fahrzeuge warb, drohte ein Fiasko. Doch die Verantwortlichen reagierten mustergültig: Mercedes rief alle Fahrzeuge zurück, die Öffentlichkeit wurde detailliert informiert. Das Kipp-Problem löste Mercedes mit besonderer Eleganz. Die Stuttgarter bauten in die A-Klasse nachträglich serienmäßig. die elektronische Fahrzeugstabilisierung ESP ein und gaben den Kunden so ein rundum verbessertes Auto zurück.

Etwas Ähnliches müsste Toyota seinen Kunden nun auch anbieten, meint Autoexperte Stürmer. Toyota müsse für seine Kunden nicht nur die Gaspedal-Problematik lösen, sondern noch zusätzlich eine Neuerung anbieten, um den Image-Kratzer auszubügeln. „Sie müssen aus dem Stolperer einen Hüpfer machen“, sagt Stürmer. Doch das wird gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten schwer.

16 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.02.2010, 17:31 UhrAnonymer Benutzer: wiseguy

    hallo xmitarbeiter,
    bist du das, harald?

  • 03.02.2010, 20:55 UhrAnonymer Benutzer: X-Mitarbeiter

    @X-Kollege

    Nein, ich überleg noch, ob ich in Kohle-, Stahl- oder Agrarsubventionen mache.

    Wahlweise könnte ich mir auch vorstellen Produkthaftungsanwälte bei ihren Recherchen zu unterstützen. ich habe nämlich die Gabe oder die Erfahrung zu wissen, wo man bohren muss, damit es weh tut.

    ist so ein bißchen wie Zahnarzt. Wenn der Patient anfängt im Stuhl zu rutschen, ham'se die richtige Stelle gefunden. Wenn er zubeißt, dagegendrücken.

  • 03.02.2010, 19:05 UhrAnonymer Benutzer: Kriesenbeobachter

    "Dirk" nutzt dieses Forum für ungeschickte Toyota Werbung. Die gediegene Plastiklandschaft eines Toyota inneraums ist sicher nicht begehrenswert.

    Erst Fußmatte, dann Gaspedal, dann bremsproblematik.

    Diese Ansammlung von Problemen bei Tyota lassen sich nicht kleinreden.

    Diese sicherheitsrelevanten Probleme und das beharrliche Aussitzen eines Rückufs sind in einer Wirtschaftskrise besondes gefährlich für den Hersteller.

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