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Autobauer: Wulff: Vereinbarung zwischen Porsche und VW am Donnerstag

Der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff rechnet mit einem baldigen Einstieg von Katar bei einem erweiterten Volkswagen-Konzern, der dann auch die Marke Porsche umfasse. Dies sagte Wulff im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Niedersachsens Quelle: AP
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (re.), Noch-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking (M.) und Aufsichtsratschef Ferdinand Piech Quelle: AP

Der niedersächsische Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff rechnet mit einem baldigen Einstieg von Katar bei einem erweiterten Volkswagen-Konzern, der dann auch die Marke Porsche umfasse: „In den Aufsichtsratssitzungen der Porsche SE und der Volkswagen AG sollte am Donnerstag eine Grundsatzvereinbarung für einen integrierten Automobilkonzern eine breite Mehrheit bekommen“, sagte Wulff in einem Interview des Magazins WirtschaftsWoche.

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„Die Familien Porsche und Piëch wären in diesem neuen Konzern die wesentlichen Aktionäre, das Land Niedersachsen hält 20 Prozent, und Katar wird durch Übernahme von Optionen auf VW-Aktien 15- bis 20-prozentiger Aktionär der Volkswagen AG.“ Dieser Konzern „hat mit seiner Mehr-Marken-Strategie unter Einschluss von Porsche, gemeinsamer Forschung und Entwicklung große Chancen, der größte Autokonzern der Welt zu werden. Das dient allen im Konzern, insbesondere auch Porsche.“ Offenbar könnte Wulff sich damit arrangieren, dass Katar – wie Niedersachsen – 20 Prozent hält und damit über eine im VW-Gesetz verankerte Sperrminorität verfügt: „Das VW-Gesetz ist keines ausschließlich für Niedersachsen. Wer 20 Prozent hat, hat eine Sperrminorität.“ Allerdings beträfen die durch dadurch zu schützenden Interessen wie der Unternehmenssitz vor allem Niedersachsen.

Trotz scharfer Kritik baden-württembergischer Politiker an Wulffs Einmischung in den Übernahmekampf, stimmte Wulf im WirtschaftsWoche-Interview versöhnliche Töne an. Der baden-württembergische Ministerpräsident und Parteikollege Günther Oettinger gehöre nicht zu den Verlierern der nun gefundenen Lösung. "Baden-Württemberg profitiert", sagte Wulff. "Oettinger war nicht einbezogen in den Versuch von Porsche, VW zu übernehmen. Ihn trifft hier keine Schuld. Ministerpräsidenten sind nicht haftbar zu machen für die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise und die daraus resultierenden Probleme von Porsche."

Auch zum Porsche-Vorstandsvorsitzenden Wiedeking äußerte sich Wulff positiv. „Wiedeking hat bei dem Versuch, Volkswagen zu übernehmen, die richtige industrielle Logik erkannt: dass man gemeinsam mehr erreicht als alleine und dass Porsche einen industriellen Partner braucht.“ Wiedeking könne sich deshalb „als Vater dieses integrierten Konzerns sehen“.

Lesen Sie auf Seite 2, warum Wulff nicht mit einem Einstieg von Katar bei der Porsche SE rechnet

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11 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.07.2009, 15:34 UhrAnonymer Benutzer: DOM

    Willkommen WiWo auf bildzeitungsniveau!!!

  • 19.07.2009, 11:14 UhrAnonymer Benutzer: Hans Peter Hennen

    Offen gestanden stört mich die einseitige beurteilung über Herrn Wiedeking schon, da etwas übersehen wird.
    Jeder hat einen Chef, auch der Chef von Porsche. Diesen Chef mußte Herr Wiedeking darüber informiert haben, wenn er Aktien in solchem Umfang kauft. Sein Chef war und ist noch Wolfgang Porsche, der sich mit einem gewissen Herrn Piech nicht immer versteht. Möglicherweise war der VW-Aktienkauf von Porsche eine Gegenmaßnahme, die von WoPo eigefädelt worden ist.
    Kein Vorstandschef der Welt tätigt einen solchen Aktienkauf freihändig.
    Und selbst wenn Herr Wiedekind geht, die Höhe der Abfindung geht in Ordnung, denn als er das Ruder bei Porsche übernommen hat (vor 17 Jahren) stand diese Firma am Abgrund.

  • 18.07.2009, 08:33 UhrAnonymer Benutzer: Wahr-schau

    Der Zocker muss gehen. Wiedeking ist ein Fossil aus der börsen-Finanzhai-Ära: Mehr Gewinn als Umsatz. Das hat dem das Gehirn vernebelt. Jetzt wollte der Schwanz mit dem Hund wackeln. irre und hinrlos solche sogen. großen deutschen Manager. Der Kerl muss ja nicht mit seinem Privatvermögen haften, eher schon die Mitarbeiter bei Porsche mit ihrem Job. Übrigens baut diese Firma sowieso völlig überbewertete benzinfresser und horrende Umwelt-Dinosaurier. Eines Tages war'n se wech!

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