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Autobranche: Forster vor Wechsel zu Tata Motors

von Franz W. Rother

Der Aufsichtsrat will in Mumbai der Ernennung des ehemaligen Europa-Chefs von General Motors zum neuen Tata-Chef zustimmen.

Der Aufsichtsrat von Tata Motors Limited wird nach Informationen der WirtschaftsWoche morgen in Mumbai die Berufung von Carl-Peter Forster, 55, zum neuen Chef des indisch-britischen Automobilunternehmens absegnen. Forster war zum Ende vergangenen Jahres Vorstandsvositzender von General Motors Europe und Aufsichtsratschef der Adam Opel GmbH. Nach dem gescheiterten Verkauf von Opel an den kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna hatte der studierte Volkswirt und Luftfahrtingenieur seine Ämter niedergelegt und den Konzern verlassen. Wie aus Mumbai zu erfahren war, wird Forster künftig sämtliche Aktivitäten von Tata Motors einschließlich der Nutzfahrzeugsparte verantworten.

Tata Motors ist der größte Automobilherstellers Indiens und der weltweit viertgrößte Lkw-Hersteller mit einem Konzernumsatz von 14 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2008/09. Über Schwester- und Tochterunternehmen ist Tata Motors auch in Großbritannien, Südkorea, Thailand und Spanien aktiv. Dazu zählen seit 2008 auch die ehemals zum Ford-Konzern zählenden britischen Luxusmarken Jaguar und Land Rover.

Zu den größten Herausforderungen Forsters im neuen Amt dürfte es aber zählen, das Billigauto Tata Nano in Fahrt zu bringen. Der viersitzige Kleinwagen soll in Indien zum Basispreis von umgerechnet 1500 Euro verkauft und in einer besser ausgestatteten Version auch in Europa angeboten werden. Kontroversen mit der indischen Landbevölkerung führten 2008 dazu, dass Tata den Bau der Nano-Fabrik stoppen und eine neue Fertigungsanlage an einem neuen Standort aufziehen musste. Kleinere Startprobleme gab es auch bei der Verpflichtung von Forster: Erst vor wenigen Tagen, war aus Mumbai zu erfahren, hatte sein Ex-Arbeitgeber General Motors grünes Licht für den Wechsel gegeben.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.01.2010, 21:48 UhrAnonymer Benutzer: Sterndeuter

    Von bMW zu Opel und nun zu Tata - es gibt sicherlich glanzvollere Karrieren.

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