
Eins aber steht fest: Das Bieterrennen entscheidet sich nun offenbar nur noch zwischen Fiat und Magna. Der US-Finanzinvestor Ripplewood ist nicht mehr im Spiel. Auch ein chinesisches Unternehmen hatte zuletzt Interesse gezeigt. Magna und Fiat müssten nun weitere Hausaufgaben machen. Aus Teilnehmerkreisen hieß es, Bund und Länder favorisierten zunehmend Magna.
Nach Angaben des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) ist der Zulieferer auf Forderungen aus Nordrhein-Westfalen eingegangen, in Bochum durch neue Autoprojekte weniger Personalabbau anzustreben als bisher geplant. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden.
Laut Guttenberg haben Magna und Fiat die gleichen Chancen. Vom chinesischen Unternehmen BAIC sei eine zweiseitige Absichtserklärung eingegangen, die ausbaufähig sei. Auch Steinbrück nannte die bisherigen Sicherheiten für einen Überbrückungskredit unzureichend. Magna wolle helfen, den zusätzlichen Finanzbedarf eventuell mit zu lösen.
Gewerkschaften mit Treffen zufrieden
„Das scheint mir sehr attraktiv zu sein, was dieser Investor dort vorgelegt hat.“ Voraussetzung sei, dass der Treuhandvertrag stehe und die Sicherheiten übertragbar seien, sagte Steinbrück weiter. Auch müsse klar sein, auf welches Konto ein Überbrückungskredit überwiesen werden könne. Das Geld dürfe nicht aus Deutschland abfließen.
Koch sagte, ein großer Teil der Probleme in der Spitzenrunde sei durch die neuen Zahlen von GM und „einer nicht gerade sehr hilfreichen Verhandlungsweise der amerikanischen Seite“ entstanden. Er betonte, dass eine Zwischenfinanzierung nicht sinnlos sein dürfe. „Das bedeutet, dass es eine Perspektive für einen Investor am Ende der Zeit gibt.“ Die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 1,5 Milliarden Euro werde auf jeden Fall beibehalten. Mit der Lücke müsse nun GM umgehen. „Nicht jede Verantwortung von General Motors kann auf die zusätzliche Rechnung von Bund und Ländern gehen.“
Magna-Gründer Frank Stronach bekräftigte das große Interesse seines Unternehmens, zusammen mit russischen Partnern bei Opel einzusteigen und den Autobauer zu einer Weltmarke zu führen.
GM zahlt Gehälter früher

Der Betriebsratschef des Bochumer Opelwerks, Rainer Einenkel, zeigte sich positiv über das Opel-Spitzentreffen. „Es ist wichtig, dass die Politiker bereit sind zu helfen“, sagte Einenkel. Wichtig sei, dass der mögliche Investor Magna sein Konzept nachgebessert habe, was den zunächst geplanten Stellenabbau in Deutschland und vor allem in Bochum betreffe. „Das ist die Mindestvoraussetzung gewesen, dass keine betriebsbedingten Kündigungen kommen.“
General Motors hat derweil in den USA einem Großteil seiner Mitarbeiter in dieser Woche das Gehalt früher ausgezahlt, um Sorgen angesichts einer möglichen Insolvenz des Konzerns zu zerstreuen. Ein Sprecher der Opel-Mutter sagte, 90.000 Beschäftigte hätten ihre Gehaltsschecks anstatt morgen bereits am Dienstag erhalten.
GM erwarte jedoch nicht, dass sich ein Antrag auf Gläubigerschutz auf die Löhne auswirken würde. GM hatte zuvor bereits angekündigt, Zahlungen an seine rund 1500 Zulieferer, die ursprünglich am 2. Juni fällig gewesen wären, auf den 28. Mai vorzuziehen. GM muss der US-Regierung bis zum 1. Juni ein Sanierungskonzept vorlegen. Experten zufolge bleibt dem Unternehmen jedoch kaum eine Alternative zu einem Konkursverfahren, das das größte in der Geschichte der USA wäre.











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Alle Kommentare lesen28.05.2009, 17:52 UhrAnonymer Benutzer: Vates
Warum soll ein Autokonzern einen Markt wie Europa kampflos räumen und einem Konkurrenten wie Fiat Wissen und Fertigkeiten eines Automobilbauers schenken? Oder einem Zulieferer den Weg zum Endkunden auf einem roten Teppisch ebnen?
ich habe den Eindruck, dass die Öffentlichkeit vor einen seltsamen Karren gespannt wird, vollgeladen mit Halbwarheiten und Nebelwerfern.
Das unternehmerische Konzept kann im Kern nur von Opel kommen.
28.05.2009, 15:53 UhrAnonymer Benutzer: OPEL Mitarbeiter & Firma sind nicht deckungsgleich
lass sie zappeln oder pleitegehen - anders kapieren die Amerikaner die Regeln des Spiels nicht .
Und überhaupt, so naiv sind die GMler bestimmt nicht:
Welches interesse sollte GM an einem Weiterbestehens der Opel Kapazitäten ausserhalb ihres eigenen Firmenverbunds haben?
Lautet nicht eine strategische Grundoption, Konkurrenten auszuschalten durch Preispolitik (Pleite) und falls es nicht anders geht, aufkaufen (wegen der Marktanteile) und dann zumachen...
Sobald Opel in die Hände eines Konkurrenten fällt, geht es auch zu Lasten der Marktanteile von GM. Es zählt also nur noch das schnelle Geld zum Schluss. Keine Sentimentalitäten. Wozu auch. Hatten bMW und Daimler diese beim Abstossen ihrer (Fehl-) beteiligungen in USA und Gb?
28.05.2009, 15:52 UhrAnonymer Benutzer: Klartexter
Nachtrag!
meinte nicht den:
unfähigen Parteivorsitzenden der SPD, SteinbRÜCK,
sonder den:
unfähigen Parteivorsitzenden der SPD, SteinMEiER,
Sorry!