Autohersteller: Porsche will mit neuen Modellen kräftig wachsen

Autohersteller: Porsche will mit neuen Modellen kräftig wachsen

von Franz W. Rother

Geheimpapiere belegen: Neuer Kompakt-SUV „Cajun“ soll ab 2013 bei Audi produziert werden, neuer Einstiegs-Roadster zusammen mit VW im ehemaligen Karmann-Werk Osnabrück – Porsche 918 Spyder Hybrid wird nur wenig zum Konzernergebnis beitragen.

Der neue Porsche-Chef Matthias Müller ist zuversichtlich, schon bald grünes Licht für den Bau der fünften Baureihe geben zu können. Neben dem Mittelmotor-Roadster Boxster, dem Klassiker 911, dem Geländewagen Cayenne und der viertürigen Limousine Panamera will der inzwischen zum Volkswagen-Konzern zählende Sportwagenhersteller ab 2013 unter der Modellbezeichnung Cajun auch einen kompakten Premium-SUV anbieten.

Wie aus internen Papieren hervorgeht, die der WirtschaftsWoche vorliegen, soll das fünftürige Auto die Plattform sowie die Motoren des Audi Q5 nutzen und auch im Audi-Werk Ingolstadt produziert werden. Alternativ könnte Audi die lackierten Rohkarossen aus Ingolstadt in eines der Porsche-Werke liefern. Die betriebswirtschaftliche Bewertung des Projekts läuft noch, die Zielrendite sei aber noch nicht erreicht, heißt es in jenen Papieren.   

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Trotz der engen technischen Verwandtschaft mit dem Audi Q5 soll der Cajun ein echter Porsche werden – mit einer charakteristischen Karosserie mit Coupe-Ausprägung ähnlich dem BMW X6 sowie einem eigenen Interieur. Auch sollen die jeweils zwei Benzin- und Dieselmotoren eine Leistungssteigerung um 20 PS erhalten. Vorgesehen ist auch ein Dreitürer sowie Variante mit Hybridantrieb, geht aus den vertraulichen Porsche-Papieren hervor. Der Cajun soll demnach als der „sportlichste Kompakt-SUV mit Best-in-Class-Performance“ auf den Markt gebracht werden.

Müller kündigte an, Porsche wieder sportlicheres Markenprofil zu geben: „Unsere Produkte sind vielleicht ein wenig zu alltagstauglich geworden.“ Eine Schlüsselrolle fällt dabei dem Plug-In-Hybrid-Supersportwagen 918 Spyder zu, der ab September 2013 in einer Kleinserie von 918 Fahrzeugen produziert werden soll – im Porsche-Werk Zuffenhausen oder in Leipzig. Im Schnitt soll sich der 794 PS starke Hybridflitzer mit 3,3 Litern Benzin auf 100 Kilometer begnügen. Der 918 Spyder ist für Porsche in erster Linie ein Imageträger mit einem nur „leicht positiven Beitrag zum Konzernergebnis“. Da aber die Käufer den Preis von voraussichtlich 650.000 Euro vorab zahlen müssen, wird das Auto aber in starkem Maße die Liquidität von Porsche verbessern.

Entschieden werden soll in den kommenden Wochen auch noch über ein weiteres Modell: Einen kleinen Mittelmotor-Roadster. Wie aus den internen Papieren hervorgeht, soll das Auto zusammen mit VW entwickelt und bei VW Osnabrück – dem ehemaligen Karmann-Werk – gebaut werden.

Durch die Ausweitung der Modellpalette hofft Müller den Absatzzahlen von Porsche noch einmal einen kräftigen Schub geben zu können: „Mehr als 150.000 Autos sollten es aber nicht werden“ – die Exklusivität der Marke könnte sonst leiden. Zum Vergleich: Im abgelaufenen Geschäftsjahr setzte Porsche weltweit knapp 90.000 Fahrzeuge ab.

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