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Autoindustrie: General Motors bremst Opel aus

von Martin Seiwert

Die Konzernmutter General Motors bremst Opel bei der globalen Expansion aus. Vorrang haben die amerikanischen GM-Marken Chevrolet und Cadillac.

Seit Jahren träumen Manager und Arbeiter von Opel davon, ihre Autos über Europas Grenzen hinaus zu verkaufen. Dann könnte das Unternehmen seine Kapazitäten besser auslasten und – wie die anderen deutschen Hersteller – in den schnell wachsenden Schwellenländern mitmischen.

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Im Januar kündigte Nick Reilly, der Europa-Chef der Opel-Mutter General Motors (GM), an, er wolle mit Opel die Märkte Australien, Chile und Israel erschließen, den Export nach China und Südafrika ausbauen und mittelfristig jährlich 100.000 Autos in die neuen Absatzmärkte exportieren. Und Opel-Marketingvorstand Alain Visser sagte: „Da sich Opel zu einer globalen Marke entwickeln will, schauen wir uns derzeit in allen Ländern der Welt ganz genau an, welche Potenziale es für uns gibt.“

Doch aus der „globalen Marke Opel“ wird wohl nichts. „Opel war nie eine globale Marke und wird nie eine globale Marke sein“, lässt das GM-Management jetzt einen Konzernsprecher ausrichten. In der GM-Gruppe seien nur Chevrolet und Cadillac globale Marken. Sie würden allenfalls, so Konzernchef Dan Akerson, „von regionalen Marken etwa in China, Australien und Europa flankiert“.

Damit ist klar: Opel soll den US-Marken nicht ins Gehege kommen. Zudem will sich der Konzern nicht abhängig machen von Produkten aus Europa, um sich einen Verkauf von Opel offenzuhalten.

Bei Opel bemüht man sich um Schadensbegrenzung. „Es ist nicht so, dass Wohl und Wehe von Opel von den Exporten abhängt“, heißt es in der Opel-Zentrale. Opel müsse in erster Linie in Europa profitabel sein. Verkäufe außerhalb des Kontinents seien allenfalls ein Zubrot. Als regionale Nischenmarke wollen sich die Opelaner dennoch nicht sehen.

In Israel würden wie angekündigt Opel-Fahrzeuge verkauft, sagt ein Opel-Sprecher. Den Markteintritt in Chile und Argentinien bereite man weiterhin vor. Und in China wolle Opel seine Präsenz „mit einem breiteren Portfolio“ ausbauen. Auch würden „andere Märkte wie der Mittlere Osten als Absatzmärkte analysiert“.

US-Autoexperten zufolge hat Opel außerhalb Europas durchaus Chancen. So wird der Opel Insignia in den USA unter der GM-Marke Buick Regal erfolgreich verkauft. In der Werbung betont GM die deutsche Herkunft. Den Grund für steigenden Absatz der Marke Buick sieht GM vor allem in dem deutschen Modell.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.06.2011, 15:12 UhrAnonymer Benutzer: von Dan

    Opel läuft die Zeit weg. Wenn nicht bald eine Lésung gefundet wird über einen Verkauf von Opel dann wird es Opel so ergehen wie Rover MG. Unter dem Dach von Gm kann Opel nicht expandieren. Zu gefährlich wäre es für Gm da sie in Korea Milliarden an investitionen gesteckt haben und das mich sich erstmal wieder bezahlt machen.

  • 27.06.2011, 19:32 UhrAnonymer Benutzer: Insignia

    GM kann Opel nicht verkaufen. Dort arbeitet nämlich die brain-Power des ganzen Konzerns. Sieht man dem blech der Chevy´s & Co zwar nicht an, aber was in den vergangenen 25 Jahren an den Modellen erneuert wurde, stammt weitgehend aus Opel-Entwicklungen.

    in den USA dringt das bloß nicht durch, weil die Kassenschlager immer noch urtümliche Trucks auf dem technischen Niveau der Siebziger sind. Was außerhalb der Staaten unter Chevy-Label verkauft wird, ist hingegen zu großen Teilen von Opel-Teams mitentwickelt worden.

    Sollten wider Erwarten außerhalb von Deutschland mal Themen wie CO2, Flottenverbrauch etc. wichtig werden, haben die Amerikaner keine Technologie dafür. Opel hingegen hat schon Erfahrungen mit Gewichtsreduzierung, Downsizing, Abgasaufbereitung etc. pp.

  • 27.06.2011, 18:28 UhrAnonymer Benutzer: GÖtz

    Haste was anderes erwartet.Erst ich -Großkotz Amerika - dann den Rest den anderen.
    Europa und besonders D erwache!!

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