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Autoindustrie: Neuer Opel Astra nicht vor 2010

von Martin Seiwert und Detroit

Der neue Opel Astra kommt nach Angaben von Opel-Chef Hans Demant nicht vor 2010. Er wies damit Spekulationen zurück, wonach Opel den Start seines wichtigsten Volumenträgers nach vorne verlegen könnte, weil Volkswagen den neuen Golf bereits im Sommer diesen Jahres an den Start schickt.

Ein Arbeiter des Opel-Werks in Quelle: dpa
Ein Arbeiter des Opel-Werks in Rüsselsheim montiert den Dachhimmel in einem Opel Vectra: Vor 2010 gibt es kein Nachfolgemodell des Opel Astra Quelle: dpa

„Der Astra wird nicht vorgezogen“, sagte Demant im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. „Wir lassen uns hier nicht unter Druck setzen. Wir werden den Astra in dem Zyklus ersetzen, wie wir es ursprünglich geplant haben, also 2010.“ Damit werden Golf und Astra zum ersten Mal mit großem zeitlichen Abstand auf den Markt kommen. Die aktuellen Modelle waren 2003 mit nur wenigen Monaten Abstand gestartet.

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Opel hat im vergangenen Jahr über 40.000 in Belgien produzierte Astra in die USA exportiert. Die Autos werden in den USA unter der General Motors-Marke Saturn verkauft. Wegen des niedrigen Dollarkurses erzielte Opel mit dem Export jedoch fast keinen Gewinn, wie Demant einräumte. „Wir verkaufen den Astra in den USA zu einem aggressiven Preis“, sagte Demant. „Wir machen damit keinen Verlust, aber das Projekt ist wegen des hohen Euros finanziell viel mehr unter Druck, als wir das ursprünglich geplant hatten.“

Das US-Geschäft mit dem Astra könnte aber schon bald profitabler werden. Denn der neue Astra soll auch in den USA produziert werden, kündigte Demant an. Dies werde bei der derzeitigen Entwicklung des Autos bereits berücksichtigt. „Im Prinzip wollen wir immer Logistikosten vermeiden und dort produzieren, wo wir verkaufen. Außerdem sind die USA durch den niedrigen Dollarkurs quasi ein Low-Cost-Country geworden, sowohl für Produktion als auch Entwicklung“, sagte Demant. „Deshalb entsteht ein ganz natürlicher Druck, diese Kostensituation zu nutzen.“ Ein Export der günstig produzierten amerikanischen Astra nach Europa sei jedoch nicht geplant, betonte Demant: „Das wäre allein schon wegen der Logistikkosten nicht sinnvoll.“  

Neben dem Astra soll auch der Opel Vectra künftig eine große Rolle im US-Markt spielen. Das aktuelle Saturn-Modell Aura hat bereits viele Komponenten des Vectra. „Der Aura sieht nicht von ungefähr aus, wie ein Vectra“, so Demant. Generell wolle General Motors die Marke Saturn nutzen, um europäische Modelle nach Amerika zu bringen. „Das ist für die nächste Generation der Modelle Astra und Vectra bereits beschlossen.“ Die sei „ganz klar eine Stärkung der Europäer im Konzern General Motors“. Allerdings müssten dabei auch amerikanische Befindlichkeiten berücksichtigt werden: „Wir werden die Opel-Designs eins zu eins in den USA bringen. Es ist schon eine sehr sensible Frage für die Leute hier, wenn man ihnen sagt, ihr macht keine eigenen Autos mehr – aber im Prinzip ist es ja so.“

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.02.2010, 17:40 UhrAnonymer Benutzer: Schlaubi

    Endlich ein tolles Cockpit und die passende beleuchtung nie wieder gelbliches bzw. weißes Licht. Opel ist auf einem guten Weg

  • 05.07.2009, 14:08 UhrAnonymer Benutzer: Astra Fahrer

    Wenn der neue Astra nicht vor 2010 auf den Markt kommt, wäre es vielleicht eine Überlegung Wert die rote beleuchtung im innenraum zu überdenken (Alternative zu einem vernünftigen Preis). Verstehe es nicht wirkl. warum andere Autohersteller von dieser beleuchtungsart zurückgehen und Opel damit anfängt, wäre für mich pers. ein Hinderungsgrund einen neuen Astra zu kaufen, desweiteren finde ich die Auslegung der toten Scheiben im Vorder und Hinteren Seiten-Tuerenbereich sehr fragwürdig! Vielleicht anderes Konzept bzw. Auslegung. Sonst sehr gelungenes Auto. Was man auf den ersten bildern erkennen kann.

  • 15.06.2009, 14:31 UhrAnonymer Benutzer: opel freund

    lasst den kopf nicht hängen opel ihr schafft das schon

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