In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
9 KommentareEin Hersteller der einen Rückruf startet ist mir immer noch viel lieber als einer der versucht zu vertuschen!
Aber nicht doch, das tut doch keiner.... nee, nee... völlig abwegig - es gibt keine Probleme und wir haben auch keine.
Dieses Fiasko war absehbar und wird wieder passieren. Der massive Druck im Markt hat in den letzten Jahren auch die wenigen verbliebenen vorbildlichen Hersteller/Lieferantenverhältnisse zerstört. Die Hersteller laden ihren Kostendruck mindestens 1:1, oft aber auch in noch höherem Maße beim Zulieferer ab. Dieser muss für immer weniger Geld immer mehr bieten, immer mehr selbst entwickeln und immer mehr Risiko übernehmen. Auch das reicht nicht: die Unterschrift unter dem Vertrag ist noch nicht getrocknet, schon sind die Cost Saver-Teams des Herstellers zu besuch, um zu beweisen, dass die im Vertrag gewährten Rabatte noch immer viel zu niedrig und die Preise zu hoch sind. Ein Kunde („Premium“-Hersteller) unseres Hauses geht sogar noch weiter: er verlangt schon vor Unterschrift, dass die Produktion an unserem Niedriglohnstandort umgesetzt wird. Aber selbstverständlich ist die Projektabwicklung, Lieferung und Kommunikation (incl. Übersetzungen der Unterlagen) über unseren deutschen Standort abzuwickeln – darauf will der Hersteller dann doch nicht verzichten. Unter diesen bedingungen entstehen keine innovativen Produkte, sondern bilden die Voraussetzung, das nächste Fiasko zu produzieren. Und bis dahin: Augen zu und durch!
Seltsam,
genau dieses System wurde doch in der Wirtschaftswoche über mehrere Jahre hinweg über den Schellenkönig gelobt und jetzt ist es auf einmal ein Grundproblem!
Das TPS (Toyota Produktions-System) ist prinzipiell auch sehr gut. Die Ereignisse der zurückliegenden Monate zeigen aber, dass der Erfinder vom rechten Weg abgekommen ist und darüber das System ins Wanken gebracht hat: Die kontinuierliche Verbesserung hat nicht mehr statt gefunden, das partnerschaftliche Verhältnis zu den Zulieferern unter dem Preisdruck gelitten. Die Äußerungen von Herrn Toyoda am vergangenen Freitag machen dies deutlich: Qualität ist NUN wieder Chefsache
Ein fundamentales Problem ist auch, dass aus irgendeinem Grund immer neue Entwürfe gefragt sind. Wozu? Wenn man ein Gaspedal hat, das über Jahre hinweg problemlos funktioniert - nichts mehr daran ändern, auf ewig so belassen.
@ Jan - Die Umstellung von Gaspedalen mit Kabelverbindung zum Motor auf Gaspedale die per Elektroleitung die Signale an den Motor weitergeben war (zumindest in den USA) notwendig, um die neuesten Verbrauchsvorschriften und Abgasbestimmungen erfüllen zu können. ich bin kein Techniker, aber es ist wohl tatsächlich so, dass Gaspedale, die per Elektroleitung die befehle des Fahrers übermitteln, den Verbrauch senken können. Dass ein Elektrobauteil störanfälliger ist als ein Mechanikbauteil, na ja, das kriegen wir schon in den Griff...
Die beste Strategie für den (Privat)Kunden: gebraucht kaufen. Ein Fahrzeug(modell), das bereits seit x Jahren auf der Straße läuft, hat einen millionenfachen Dauertest hinter sich. Die üblichen Schwachpunkte sind bekannt (siehe z.b. Mercedes W211 E-Klasse Vorfacelift-Generation, Probleme mit der Elektronik-bremse etc. etc.) und es gibt einen Workaround des Herstellers, mit dem man sich anfreunden kann oder die Finger von dem Produkt lässt. Wir leben in einer freien Marktwirtschaft, Qualität ist zu bekommen, wenn man nach ihr sucht und sich die Mühe macht, sich über den Markt zu informieren, in dem man sein mühsam verdientes Geld versenken möchte.
Das Ganze ist nur ein weiterer Hinweis auf den Zustand der heutigen Wirtschaftssysteme - billig noch billiger und dann kommt die Katastrophe.
Vielleicht sollten wir wie unsere Grossväter den ingenieuren etwas mehr gehör schenken und nicht nur auf gewinnsüchtige Manager und investoren hören, denen noch etwas mehr Gewinn wichitger ist als das Leben und die Gesundheit hunderttausender von Kunden.
Die Weltweite "geiz ist geil " Mentalität wird das ganze System am Ende zum einsturz bringen aber es gibt ja angeblich keine Probleme.
In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...
Kommentare zu: Toyotas Rückrufe zeigen Grundprobleme der Autobranche auf
zum Artikel