Autokrise: Deutschland erhöht Druck in Causa Opel

Autokrise: Deutschland erhöht Druck in Causa Opel

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Ein historisches Opel-Logo

Knapp vor der Aufsichtsratsitzung von General Motors drängt Deutschland auf eine Entscheidung zu Opel: Finanzminister Steinbrück sprach das Thema am Rande des G20-Gipfels an. Eine Studie zeigt nun, dass Opel bei einem Verbleib bei GM keine Zukunft hat.

In der Hängepartie um Opel erwartet die deutsche Politik vom früheren Mutterkonzern General Motor (GM) endlich Klarheit: Morgen und am Mittwoch soll der GM- Verwaltungsrat in Detroit tagen. Angeblich will sich das Gremium dafür aussprechen, Opel nun doch zu behalten. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm sagte jedoch der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, die Bundesregierung habe dafür keine Hinweise.

Politik und Gewerkschaften bekräftigten ihre Präferenz für den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna als Käufer und forderten GM auf, endlich eine Entscheidung zu treffen. Auch der belgische Investor RHJI buhlt nach wie vor um Opel. Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sagte, die US-Regierung als GM-Haupteigner habe die Entscheidung über Opel „ziemlich klar“ in die Hände des Verwaltungsrates gelegt. Steinbrück sprach nach eigenen Angaben am Wochenende am Rande des Treffens der G20-Finanzminister in London mit dem US-Finanzminister Timothy Geithner über Opel. „Ich habe ihm die Haltung der Bundesregierung klar gemacht und auch deutlich gemacht, dass wir großen Wert darauf legen, dass das derzeitige Vakuum mit Entscheidungen gefüllt wird“, sagte er. Sein Eindruck sei, dass es keine große politische Einflussnahme gebe.

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Auch Wirtschaftminister drängt auf klare Entscheidung

Wirtschaftsminister Karl-Theordor zu Guttenberg sagte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, er erwarte vom Verwaltungsrat eine klare Entscheidung über den Verkauf. Er bekräftigte, die Bundesregierung habe nur für den Fall, dass Magna den Zuschlag bekomme, Zusagen über Staatshilfen gemacht. Auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) forderte von GM eine „schnelle und klare Entscheidung“ über die Zukunft von Opel.

Opel- Aufsichtsrat Armin Schild forderte Klarheit bis zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), die am 17. September beginnt. Neben dem Bund hatten sich auch die vier Bundesländer mit Opel-Standorten und der Opel-Betriebsrat für Magna ausgesprochen. Auch GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster bevorzugt diese Variante.

Nach Angaben der „Süddeutschen Zeitung“ will der US-Konzern verhindern, dass eigene Technologie nach Russland abfließen könnte. Den Amerikanern bereite an dem Magna-Konzept Sorgen, dass die russische Sberbank und der ebenfalls russische Autobauer Gaz beteiligt sind. GM wolle verhindern, dass in Russland in den kommenden Jahren ein neuer Wettbewerber entstehen könnte. Zuvor hatte das „Wall Street Journal“ berichtet, GM wolle angeblich mehr als eine Milliarde Dollar in den deutschen Autohersteller investieren.

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