Autokrise: Opel-Rettung geht in entscheidende Phase

Autokrise: Opel-Rettung geht in entscheidende Phase

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Interessenten am Autobauer Opel haben Unterlagen erhalten und Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg macht sich auf die Reise nach Abu Dhabi

Auf der Suche nach Investoren für den Autobauer Opel will die Commerzbank Kreisen zufolge noch in dieser Woche erste Unterlagen an mögliche Interessenten versenden. Unterdessen plant Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine Reise nach Abu Dhabi.

Damit wolle die von der Opel-Mutter General Motors beauftragte Bank erstes Interesse ausloten, sagte eine mit der Situation vertraute Person heute zu Reuters. „Die Investoren kommen aus allen Richtungen. Es sind Finanzinvestoren und Strategen aus der Branche“, sagte die Person. Das Papier lässt offen, wie hoch der Anteil des künftigen Investors sein könnte. Konkrete Vorstellungen werden von den Interessenten erwartet. Das Unternehmen setze bei der Suche vor allem auf strategische Investoren, von denen sich Opel einen höheren Preis verspreche, sagte die Person weiter. Noch stünden die Gespräche aber am Anfang. Die „Financial Times“ berichtete in ihrer heutigen Ausgabe, an einem Einstieg beim Opel seien bis zu sieben Investoren interessiert.

Unter den Interessenten seien mehrere Staatsfonds und zumindest eine Beteiligungsgesellschaft aus Asien. Innerhalb der von US-Präsident Barack Obama gesetzten Frist für ein Rettungskonzept der Mutter GM bis Ende Mai wolle Opel „signifikante Fortschritte“ bei der Suche nach Investoren machen, zitierte das Blatt einen GM-Manager. GM hatte die Commerzbank kürzlich mit der Suche nach Investoren betraut. Bundeskanzlerin Angela Merkel knüpft ihre Zusage für staatliche Bürgschaften an einen Investor.

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Im Ringen um eine Zukunft für der General-Motors -Tochter Opel forciert auch die Bundesregierung offenbar ihre Suche nach einem neuen Investor. So plant Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nach Informationen des „Handelsblatts“ (heutige Ausgabe) in den nächsten Tagen eine Reise nach Abu Dhabi. Dem Bericht zufolge hieß es in Dubai, der Minister könnte bereits in der nächsten Woche dem Emirat eine Stippvisite abstatten.

Gestern nachmittag hatte zu Guttenberg in Berlin gesagt, es sei nicht ausgeschlossen, dass er selbst das Gespräch suchen werde. Zuvor hatte bereits der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) Scheichs als Investoren umworben und ein Sondierungsgespräch mit Scheich Hamdan von der Königsfamilie Abu Dhabis geführt. Nach einer Umfrage des „Handelsblatts“ haben der Staatsfonds Aabar sowie der größte Staatsfonds der Welt, die Abu Dhabi Investment Authority (Adia), als auch die dort beheimatete Investmentgesellschaft Mubadala bereits abgewinkt. Deshalb werde weiter gerätselt, wer der arabische Investor sein könnte.

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