Autokrise: Spekulationen um Opel-Übernahme

Autokrise: Spekulationen um Opel-Übernahme

Bild vergrößern

Der Staat stellt zugunsten der Opel-Rettung die marktwirtschaftlichen Prinzipien hintan

Die Konkurrenten von Magna sind im Übernahmepoker um Opel noch nicht aus dem Rennen. Zwei weitere Interessenten wollen die Bücher prüfen und Silvio Berlusconi macht selbst Fiat weiter Hoffnung. Trotzdem hat Magna die besten Karten.

Der Einstieg des kanadisch-österreichischen Autozulieferer Magna bei Opel ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Auch andere Interessenten wollen die Bücher bei Opel prüfen und Angebote abgeben.

Zwischen der ehemaligen Opel-Mutter General Motors (GM) und Magna existiert nur eine Absichtserklärung. „Dieses Memorandum of Understanding besitzt keine rechtliche Bindung“, sagte der Vorsitzende des Opel-Treuhänderbeirats, Fred Irwin, dem „Handelsblatt“. „Allen Interessenten stehen die gleichen Informationsrechte zu“, sagte er weiter.

Anzeige

Chinesen und Amerikaner prüfen die Bücher bei Opel

Der chinesische Autobauer BAIC lässt sich dem Bericht zufolge in dieser Woche von Opel-Managern die Situation des Rüsselsheimer Unternehmens erläutern und habe ebenso wie Finanzinvestor Ripplewood die Erlaubnis bekommen, die Opel-Bücher einzusehen. Weitere Bieter seien willkommen, sagte Irwin.

So bringt Italiens Ministerpräsident auch immer wieder Fiat ins Spiel. „Das Angebot liegt weiter auf dem Tisch“, erklärte Berlusconi kürzlich nach einem Treffen mit Fiat-Managern. Er sei bereit mit Kanzlerin Merkel über die Angelegenheit zu sprechen.

Allerdings hält sich der italienische Autobauer selbst zurück. Opel halte mit anderen Interessenten Kontakt, sagte der hessische Ministerpräsident Koch. „Fiat ist an diesen Gesprächen nicht beteiligt“, erklärte der Politiker.   

"Die zocken mal wieder"

GM strebe zumindest zwei ernsthafte Angebote an, hieß es in Verhandlungskreisen. Alle hätten die gleichen Rechte, Magna besitze lediglich einen zeitlichen Vorsprung.

GM versucht mit allen Mitteln seine Verhandlungsposition zu stärken. So soll sich der insolvente US-Autobauer eine Rückkaufoption für seine langjährige Tochter ausbedungen haben. Eine solche Möglichkeit ist nach Angaben von Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) durchaus ein Thema für GM.

„Die zocken im Moment mal wieder“, kritisierte der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz. Koch berichtete indes von seinem Treffen mit der GM-Spitze, der US-Konzern habe den Zeitplan zum Abschluss eines Investorenvertrags für Opel in diesem Sommer bestätigt. „Deshalb wird mit Hochdruck verhandelt“, sagte Koch am Dienstag nach einem Treffen mit GM-Chef Fritz Henderson.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%