Autokrise: Studie bescheinigt Opel geringe Überlebenschancen

Autokrise: Studie bescheinigt Opel geringe Überlebenschancen

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Fragwürdige Annahmen: Unternehmensberatern zufolge enthält das Magna-Konzept für den deutschen Autobauer noch viele Fragezeichen

Eine Untersuchung des Instituts für Automobilwirtschaft bescheinigt Opel düstere Zukunftsaussichten. Das Unternehmen sei zu klein und auch Russland biete kaum Wachstumschancen. Ein klares Votum gegen die Pläne von Magna und für die Bieter von BAIC.

In einer aktuellen Studie räumt der Autoexperte Willi Diez Opel im geplanten Verbund mit dem Autozulieferer Magna und russischen Partnern schlechte Zukunftsaussichten  ein. „Opel wird ohne eine Allianz mit einem anderen Automobilhersteller langfristig nicht überlebensfähig sein“, heißt es in der Untersuchung des von Diez geleiteten Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) im schwäbischen Geislingen.

Die Studie listet verschiedene strategischen Schwachstellen auf und sieht insbesondere in Russland keine genügenden Wachstumspotenziale. Chancen lägen dagegen in China: Ein klares Votum gegen die geplante Übernahme durch den Autozulieferer Magna und russische Partner.

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Opel verliert überdurchschnittlich

Dabei sei vor allem die fehlende Größe ein entscheidender Wettbewerbsnachteil. New Opel liege, gemessen an den Verkaufszahlen des Vorjahres, mit knapp 1,5 Millionen Fahrzeugen auf Platz 13 – hinter Chrysler und knapp vor BMW, Mazda und Mitsubishi. „Opel ist ein kleiner Player und droht im Sog der aktuellen Krise noch kleiner zu werden“, schreibt Diez.

In den ersten fünf Monaten des Jahres sind die Verkaufszahlen trotz Abwrackprämie und dem beliebten Insignia mit einem Minus von 20 Prozent überdurchschnittlich stark gesunken, der Gesamtmarkt verzeichnete einen Rückgang von 14 Prozent.

Studie untersucht sieben Faktoren

Das Institut hat insgesamt sieben Faktoren untersucht, um die Zukunftsfähigkeit zu überprüfen. Nachholbedarf habe Opel demnach bei der Modellpalette, die nur 45 des Gesamtmarktes abdecke. Weder im Billigsegment noch im Premiumsegment verfüge Opel über ein wettbewerbsfähiges Angebot.

Das Unternehmen produziert derzeit zehn Baureihen, beim VW-Konzern sind es 37, Fiat und der französische PSA-Konzern mit seinen Marken Citroen und Renault kommen auf über 20 Baureihen. 

Die fehlende Größe wirkt sich auch auf die Kostenstruktur aus: Die Beschaffung ist vergleichsweise teuer, Skaleneffekte gering. Die Kosten lägen demnach gegenüber Wettbewerbern um bis zu acht Prozent höher.

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