Autokrise: Talfahrt bei Daimler und BMW verlangsamt

Autokrise: Talfahrt bei Daimler und BMW verlangsamt

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Autos der Marke Mercedes-Benz stehen in Berlin vor einem Autohaus. Wie viele werden verkauft?

Die deutschen Premiumhersteller sehen Licht am Ende des Tunnels. Zwar sind die Absatzzahlen von Daimler und BMW nach wie vor schlecht - aber nicht mehr so schlecht wie in den vergangenen Monaten. Von einer Trendwende kann aber noch keine Rede sein.

Nach einer langen Durststrecke kommt nun auch bei den deutschen Premium-Anbietern Daimler und BMW Hoffnung auf. Zwar mussten beide Autokonzerne bei den Verkäufen im März erneut ein kräftiges Minus hinnehmen. Im Vergleich zum Januar und Februar konnten sich die Zahlen aber leicht verbessern.

Beide Konzerne verwiesen auf positive Signale auf dem wichtigen Heimatmarkt, wo die Kunden lange Zeit einen Bogen um teurere Autos machten. Für BMW läuft es den Angaben zufolge auch in den USA wieder etwas besser. „Es ist aber noch zu früh, von einer weltweiten Trendwende zu sprechen“, erklärte BMW-Vertriebschef Ian Robertson.

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Daimler lieferte im vergangenen Monat weltweit 110.400 Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach aus. Das waren 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Februar hatte der Absatzrückgang allerdings noch bei 25 Prozentgelegen.

Die neue E-Klasse macht Hoffnung

BMW lag im März mit insgesamt 126.375 ausgelieferten Autos 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau, hatte im Vormonat aber ebenfalls einen Absatzrückgang von fast einem Viertel zu verkraften. Auf dem deutschen Markt schrumpfte der Absatz von BMW um 13 Prozent auf rund 55.800 verkaufte Fahrzeuge, der von Mercedes um acht Prozent auf 29.400 Autos.

Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche hatte für das erste Quartal im Gesamtkonzern rote Zahlen nicht ausgeschlossen. Neben der Kurzarbeit in praktisch allen deutschen Werken wird im Unternehmen derzeit über ein milliardenschweres Sparprogramm verhandelt. Mit Spannung wird die morgige Daimler-Hauptversammlung in Berlin erwartet.

Optimistisch stimmen die Unternehmen in erster Linie die Auftragseingänge in Deutschland, die - auch dank der Einführung neuer Modelle – höher waren als im Februar. Der Vertriebschef von Mercedes-Benz Cars, Klaus Meier, verwies etwa auf die neue E-Klasse. Die  Bestellungen für die Limousine hätten sich hierzulande im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. „Insgesamt lagen uns bis zur Markteinführung der neuen E-Klasse Ende März bereits rund 50.000 Bestellungen vor.“ Auch die Order für die A- und B-Klasse im Kompaktwagensegment sind nach Konzernangaben deutlich gestiegen.

Porsche-Modelle erfreuen sich steigender Beliebtheit

Bei BMW stützte in Deutschland das neue Mini Cabrio, das seit März auf dem Markt ist, die Geschäfte, wie der Konzern mitteilte. Die Bestellungen für die neue Variante lägen über den Erwartungen. In den USA setzt der Autobauer große Hoffnungen in die fünfte Generation des 7er BMW, der seit dem vergangenen Monat nun auch dort angeboten wird.

Die VW-Tochter Audi hatte in dieser Woche ebenfalls mitgeteilt, dass sich der weltweite Absatzrückgang im März verlangsamt habe und auf anziehende Auftragseingänge verwiesen. Die Ingolstädter profitieren nicht nur von der Abwrackprämie, sondern zusätzlich von ihrem neuen Audi Q5.

Auch für den Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche zahlen sich die neuen Modelle anscheinend aus: Die Nachfrage in Deutschland steige, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Allein im März habe Porsche rund 1400 Aufträge erhalten – 57 Prozent mehr als im Februar und nur 100 Bestellungen weniger als im bisher besten Monat März vor drei Jahren. Porsche hatte zu Jahresbeginn die neue Generation der Baureihe Boxster/Cayman sowie die Diesel-Version des Geländewagens Cayenne auf den Markt gebracht.

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