Autokrise : US-Autobauer sind "so gut wie nie"

Autokrise : US-Autobauer sind "so gut wie nie"

Ron Harbour, bekannt geworden durch den jährlichen Harbour-Report, der die Produktivität der Autohersteller misst, widerspricht Negativurteilen über die US-Autobauer General Motors, Chrysler und Ford.

„Die Ironie liegt darin, dass die Produktivität, Flexibilität und Fertigungsqualität der Big Three so gut sind wie noch nie. Ich habe so ziemlich alle Autofabriken der Welt gesehen. Die US-Konzerne müssen sich inzwischen selbst vor den Japanern nicht mehr verstecken. Sie benötigen vergleichsweise wenige Arbeitsstunden pro Fahrzeug, die Produktionskosten sind niedrig, die Werke flexibel, und die Qualität der Fahrzeuge ist gut,“ sagt Harbour.

Harbour denkt auch nicht, dass die Unternehmen, die falschen Autos gebaut haben: „Das ist jetzt vielfach die öffentliche Wahrnehmung. Ich glaube das nicht. GM, Ford und Chrysler haben gebaut, was der Markt verlangt hat. Und das waren nun einmal große und schwere Geländewagen.“

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Die entscheidende Ursache für die wirtschaftliche Schieflage der Autobauer sieht Harbour in den hohen Gesundheits- und Pensionskosten: „Als General Motors in den Sechzigerjahren mit den Gewerkschaften großzügige Arrangements getroffen hat, da kam auf zehn aktive GM-Mitarbeiter ein Pensionär, für den der Konzern in einen gemeinsamen Pensionsfonds einzahlen musste.Heute schlagen pro zehn Mitarbeiter fünf Pensionäre zu Buche.“

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