Automobilindustrie: BMW steckt in der Krise fest

Automobilindustrie: BMW steckt in der Krise fest

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BMW steckt in der Krise. Konzernchef Norbert Reithofer erwartet eine Erhohlung des Markts erst im nächsten Jahr

BMW steckt in der Krise fest. Unterm Strich verdiente der Autobauer 78 Millionen Euro, 73,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Wie geht's nun weiter in München?

Die Zahlen teilte das Unternehmen heute mit. Der Aufwärtstrend aus dem zweiten Vierteljahr brach damit ab. Damals hatte BMW einen Gewinn von 121 Millionen Euro eingefahren. Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf 11,76 Milliarden Euro.

Die Wirtschaftskrise und hohe Rabatte hätten das Ergebnis von Juli bis September belastet, sagte BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner. Der starke Wettbewerb sei deutlich zu spüren. Allerdings erwarte BMW ein Nachlassen des Preisdrucks. Der Markt erhole sich, zudem komme BMW mit neuen Fahrzeugen auf den Markt. Diese sollten nicht mit hohen Rabatten verkauft werden. Der Konzern habe zuletzt auch weniger Autos an seine Händler ausgeliefert, um dort die Lagerbestände zu reduzieren und so den Rabattdruck zu mildern.

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Nach den ersten neun Monaten blieben BMW unter dem Strich 47 Millionen Euro Gewinn. Vor einem Jahr waren es noch 1,29 Milliarden Euro gewesen. Im ersten Quartal 2009 hatte der Autobauer allerdings 152 Millionen Euro Verlust gemacht. Sein aktuell positives Ergebnis verdankt BMW unter anderem seinen Finanzdienstleistungen, die zum Vorsteuergewinn 94 Millionen Euro beitrugen. Die Automobil-Sparte blieb dagegen in den roten Zahlen.

Reithofer erwartet Markterholung im nächsten Jahr

Vor Steuern machte sie im dritten Quartal 154 Millionen Euro Verlust. Konzernchef Norbert Reithofer sagte, BMW strebe für das laufende Jahr ein positives Konzernergebnis an. Für 2010 erwartet er eine allmähliche Markterholung, BMW werde dabei auch von seinen neuen Modellen profitieren. Für eine Entwarnung auf den weltweiten Automärkten sei es aber noch zu früh, sagte der Manager. Im Oktober haben sich die Absätze bei BMW weiter stabilisiert. Er gehe davon aus, dass man sich ungefähr auf Vorjahresniveau bewege, sagte Reithofer.

Die Kernmarke BMW werde in etwa bei plusminus Null landen, bei Mini erwarte er eine positive Entwicklung. Eichiner sagte, das Unternehmen sei für das vierte Quartal nach wie vor vorsichtig. Zwtl: Börse und Analysten enttäuscht Die Börse reagierte negativ auf die Zahlen des Autobauers.

Analysten hatten mehr erwartet

Die BMW-Aktie sackte am Vormittag rund 7,5 Prozent ab. Insbesondere beim Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) enttäuschte BMW die Erwartungen. Die Analystenschätzungen hatten deutlich über den erreichten 55 Millionen Euro gelegen. BMW will nun weiter sparen. Hier sollen unter anderem die neuen Modelle helfen, bei denen verstärkt das Baukastenprinzip angewandt wird, wie Reithofer erklärte.

Auch bei den Materialkosten erhofft sich BMW dadurch Vorteile. Daneben will der Autobauer weiter Jobs abbauen. Dies werde durch freiwillige Aufhebungsverträge, Altersteilzeit und die natürliche Fluktuation geschehen, sagte Reithofer. Im laufenden Jahr hat BMW die Zahl seiner Mitarbeiter bereits um 1600 auf zuletzt 98.358 reduziert.

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