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Autozulieferer: Continental erhält grünes Licht für Kapitalerhöhung

von wed/rtr/dpa

Der hochverschuldete Autozulieferer Continental hat nach langem Hin und Her seine milliardenschwere Kapitalerhöhung beschlossen. Mit dem erwarteten Bruttoemissionserlös von rund 1,085 Milliarden Euro will der von Schaeffler kontrollierte Hannoveraner Konzern seine Schuldenlast durch den Erwerb von Siemens VDO mildern.

Schriftzug des Quelle: dpa
Schriftzug des Reifenherstellers Continenal auf einem Autoreifen Quelle: dpa

Wie wiwo.de gestern als erstes Medium exklusiv berichtete, trat gestern um 18 Uhr der Continental-Aufsichtsrat zusammen, um über eine Kapitalerhöhung für den hoch verschuldeten Autozulieferer zu entscheiden. Das Kontrollgremium unter Führung von Linde-Chef Wolfgang Reitzle schaffte nun endlich, was zuvor mehrfach am Widerstand des Schaeffler-Vertrauten Rolf Koerfer gescheitert war: Continental bekommt nun frisches Kapital zugeführt und kann damit seine drückende Schuldenlast lindern.

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Insgesamt werden 31 Millionen neue Aktien zum Bezugspreis von 35 Euro das Stück ausgegeben, teilte der Hannoveraner Konzern gestern mit. Das habe der Vorstand mit Billigung des Aufsichtsrats am Abend beschlossen. Dadurch werde sich das Grundkapital um nominell 79,36 Millionen Euro auf 512 Millionen Euro erhöhen.Der Ausgabepreis liegt deutlich unter dem gestrigen Xetra-Schlusskurs der Aktie von 40,78 Euro.

Schaeffler gegen Verwässerung

Mit Abschluss des Bezugsangebots werde der Familienkonzern Schaeffler voraussichtlich insgesamt 75,1 Prozent am erhöhten Grundkapital der Continental AG halten. Der selbst hochverschuldete Wälzlagerhersteller, der an der Kapitalerhöhung nicht teilnimmt, hatte jüngst deutlich gemacht, dass er eine Verwässerung seiner Anteile von derzeit knapp 90 Prozent auf unter 75,1 Prozent ablehnt. Er fürchtet, sonst später keinen Gewinnabführungsvertrag abschließen zu können.

Abnahme der Kapitalerhöhung garantiert

Ein Bankenkonsortium unter Führung von Deutsche Bank, Goldman Sachs und J.P. Morgan Securities hat sich Conti zufolge dazu verpflichtet, sämtlich 31 Millionen neue Conti-Aktien zu übernehmen. Davon habe das Konsortium bereits rund drei Viertel in Form einer Privatplatzierung an wenige ausgewählte institutionelle Investoren weitergereicht. Die verbleibenden Aktien sollen im Anschluss an die Billigung des Wertpapierprospektes in Form eines „Accelerated Bookbuilt Offering“ (ABO) platziert werden.

Die Altaktionäre könnten voraussichtlich vom 12. bis einschließlich 25. Januar ihre Bezugsrechte ausüben und zwei neue Aktien für je elf alte Aktien beziehen. Die im Nebenwerteindex MDax enthaltenen Conti-Aktien hatte den Handel am Mittwoch bei 40,77 Euro verlassen.

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