Autozulieferer: Continental: Warten auf Reitzles großen Auftritt

Autozulieferer: Continental: Warten auf Reitzles großen Auftritt

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Linde-Chef Wolfgang Reitzle

Continentals angespannte Finanzlage und die des Großaktionärs Schaeffler werden schon bald auch Wolfgang Reitzle beschäftigen. Am Montag muss er vielleicht schon seine Fähigkeiten als Vermittler beweisen.

Vielleicht wird es an diesem Montag ausnahmsweise mal eine friedliche Aufsichtsratssitzung in Hannover, wenn Wolfgang Reitzle an die Spitze des Continental-Aufsichtsrats rückt. Vielleicht erspart man dem neuen AR-Chef und den beiden neuen Vorständen Wolfgang Schäfer (Finanzen) und Jose Avila (Powertrain), die am Montag ebenfalls berufen werden sollen, jene hitzigen Debatten, die in den vergangenen Monaten das Thema bei Conti geprägt haben.

Langweilig wird es am Montag deswegen trotzdem nicht werden, denn es stehen einmal mehr durchaus existenzielle Themen auf dem Programm. Das wichtigste dürfte wohl der Finanzbedarf von Continental sein. Der Zulieferer, der unter rund elf Milliarden Euro Schulden durch die Übernahme des Konkurrenten Siemens VDO leidet, braucht frisches Geld.

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Doch über den Weg dorthin gab es in der Vergangenheit erbitterten Streit mit dem Conti-Großaktionär Schaeffler, der darin gipfelte, dass Karl-Thomas Neumann den Chefposten bei Conti räumen musste und der von Schaeffler entsandte Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Koerfer an diesem Montag an Reitzle abgeben muss. Reitzle soll gemeinsam mit dem neuen Conti-Chef Elmar Degenhart dafür sorgen, dass endlich wieder Ruhe einkehrt.

Reitzle muss beweisen, dass er der ersehnte Vermittler ist

Ob das gelingt, könnte sich schon am Montag zeigen. Degenhart wird dem Gremium die von der Schweizer Großbank Credit Suisse entwickelten Handlungsoptionen für Continental vorstellen. Dabei wird es im Wesentlichen darum gehen, ob Continental nur eine Kapitalerhöhung über 1,5 Milliarden Euro durchführen sollte oder ob auch Mischformen aus einer deutlich niedrigeren Kapitalerhöhung und zusätzlichem Fremdkapital etwa in Form von Anleihen in Frage kämen. Letzteres käme aus Sicht von Bankern allerdings allerdings vor allem dem Großaktionär Schaeffler zugute, der seine Anteile an Conti nur ungern durch eine große Kapitalerhöhung verwässert sähe.  

Eine Entscheidung zu dem Thema wird es wohl am Montag noch nicht geben. Eine Richtungsindikation aber wohl schon. Und hier wird der Ex-Schaeffler-Manager Degenhart zeigen müssen, dass er seine Entscheidungen und Empfehlungen unabhängig und im besten Sinne Continentals trifft. Und auch Reitzle muss beweisen, dass er wirklich der ersehnte Vermittler zwischen den Konzernen ist, auf den alle gewartet haben.  

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