Autozulieferer: Die größten Verlierer der Continental-Übernahme

Autozulieferer: Die größten Verlierer der Continental-Übernahme

Dem Familienkonzern Schaeffler kam die Continental-Übernahm teuer zu stehen: Schaeffler ist nun hoch verschuldet. Doch auch für Continental war die Übernahmeschlacht teuer: Etliche hochrangige Manager gingen von Bord. wiwo.de stellt Continentals Fusionsverlierer vor.

Manfred Wennemer

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Der ehemalige Vorsitzende der Continental AG, Manfred Wennemer: Sein Widerstand gegen den neuen Eigentümber Schaeffler kostete ihn den Job.

Er war verantwortlich für die milliardenteure Übernahme des Automobilzulieferers VDO und galt als Manager, der keinen Kampf scheute. Doch an der heimlichen Übernahme durch den Familienkonzern Schaeffler biss sich der frühere Continental-Chef Manfred Wennemer die Zähne aus.

Der fränkische Wälzlager-Hersteller fädelte die Übernahme des börsennotierten Autozulieferers geschickt ein. Im Februar 2008 erwarb Maria-Elisabeth Schaeffler, die Chefin des gleichnamigen Kugellager-Familienkonzerns, ihre ersten Aktienpakete an Continental. Auf ihren Auftrag hin sicherte sich die Investmentbank Merrill Lynch Mitte März über Optionsgeschäfte heimlich 28 Prozent der Conti-Aktien.

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Am 14. Juli 2008 machte Schaeffler seine Beteiligung publik – und überrumpelte den studierten Mathematiker Wennemer damit gehörig. „Egoistisch, selbstherrlich und verantwortungslos“ sei Schaefflers Vorgehen, schimpfte Wennemer damals. "Dieser Konzern würde wahrscheinlich zerschlagen, die Reifensparte verkauft werden, vielleicht noch einiges obendrauf. Denn die Milliardenkredite an die Banken müssen ja wieder abgetragen werden", setzte Wennemer noch hinzu. Da saß er als Continental-Chef noch fest im Sattel.

Doch sein Stuhl wackelte schon wenig später. Am 21. Juli warnte Continental-Aufsichtsratschef Hubertus von Grünberg vor einem „Kampf um jeden Preis“ – und ging so auf Distanz zu Wennemer. Der Conti-Chef stand auf einmal ziemlich einsam da. Ihm blieb nur noch übrig, einen möglichst hohen Übernahmepreis herauszuschinden. Das gelang ihm auch: Schaeffler bot letztlich 75 Euro pro Aktie.

Mitte August 2008 erzielten Continental und Schaeffler dann eine friedliche Einigung. Wennemer trotzte dem fränkischen Kugellager-Imperium noch Bestandsgarantien für den Konzern und die Belegschaft ab. Für ein turbulentes Finale sorgte er dann selbst: Nach einer Telefonkonferenz trat Wennemer überraschend zurück.  

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