Autozulieferer: Insolvenzverwalter: Edscha ist bis 2012 ausgelastet

Autozulieferer: Insolvenzverwalter: Edscha ist bis 2012 ausgelastet

Gute Aussichten für Edscha: Jörg Nerlich, vorläufiger Insolvenzverwalter des Autozulieferers, sieht den Bestand des Unternehmens bis 2012 als gesichert an. Der WirtschaftsWoche sagte er, inzwischen interessierten sich mehrere in- und ausländische Investoren für einen Einstieg.

„Der Fortbestand von Edscha ist mit dem jetzigen Auftragsbestand eigentlich schon bis ins Jahr 2012 hinein gesichert“, sagt Nerlich. „Wir sind jetzt in einem sehr ruhigen Fahrwasser und können ganz in Ruhe nach einem Investor suchen.“ Nerlich lobt ausdrücklich das Verhalten der großen Autohersteller wie VW und BMW bei der Rettung von Edscha. „Die Autohersteller sind sehr positiv auf Edscha und die Wünsche des vorläufigen Insolvenzverwalters zugekommen“, so Nerlich. Sie hätten nicht nur Zahlungsziele verkürzt, sondern „auch Liquiditätshilfen im zweistelligen Millionenbereich als Vorauszahlungen gegeben“.

Auch für einen Verkauf von Edscha an einen neuen Eigentümer sieht Nerlich gute Chancen. Es gebe „eine ganze Reihe von in- und ausländischen Investoren, die an Edscha als Ganzes interessiert sind.“ Darüber hinaus gebe es auch strategische Käufer, die nur am Cabriobereich oder nur am Karosseriebereich interessiert seien. Man werde „sehr entspannt“ nach den besten Kandidaten suchen, „auch wenn wir natürlich der Gesellschaft möglichst schnell ein neues Gesicht ohne den Makel der Insolvenz geben wollen“.

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Rätsel gibt dem Insolvenzverwalter dagegen noch die Rolle des bisherigen Edscha-Mehrheitsaktionärs, des Finanzinvestors Carlyle, auf. Carlyle habe sich einerseits „vollständig aus dem Aufsichtsrat des Unternehmens zurückgezogen.“ Andererseits habe Carlyle Interesse signalisiert, gegebenenfalls noch einmal mit Geld aus einem neuen Fonds bei Edscha einzusteigen. Ob das überhaupt erwünscht sei, müsse man allerdings mit den Gläubigern, unter anderem mit den Autoherstellern diskutieren. Schließlich sei die von Carlyle aufgesetzte Finanzierungsstruktur von Edscha - das Unternehmen leidet unter hohen Schulden durch die Übernahme - „nicht unproblematisch“ gewesen.

Den gegen den Edscha-Vorstandsvorsitzenden Manfred Puhlmann anonym erhobenen Vorwurf der Untreue hält Nerlich dagegen für unbegründet. „Ich habe keinerlei Hinweis gefunden, der darauf hindeutet. “ Mitte Februar war bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal eine Anzeige gegen Puhlmann wegen des Verdachts des versuchten Betruges und Insolvenzverschleppung eingegangen. Die Staatsanwaltschaft scheint jedoch Nerlichs Einschätzung zu folgen und teilte auf Anfrage mit, dass „die Sache nach der ersten Einschätzung einstellungsreif sei.“

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