Autozulieferer: Schaeffler soll unter Continental-Dach schlüpfen

Autozulieferer: Schaeffler soll unter Continental-Dach schlüpfen

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Continental und Schaeffler sollen fusionieren

Die den hochverschuldeten Autozulieferern Schaeffler und Continental zeichnet sich eine neue Lösung ab. Demnach könnten die beiden Unternehmen unter dem Dach von Continental fusionieren.

Die Berater von Roland Berger prüften derzeit im Auftrag des Gläubigerkonsortiums unter Führung der Commerzbank das Szenario, berichtet das „Handelsblatt“ heute unter Berufung auf Finanz- und Unternehmenskreise. In der Politik gebe es breite Unterstützung für eine solche Lösung. Schaeffler hatte sich an der Übernahme des dreimal größeren Konkurrenten Conti verhoben. Da der Kauf komplett kreditfinanziert war, ist Schaeffler nun hoch verschuldet. Insgesamt drückt die beiden Unternehmen eine Schuldenlast von etwa 23 Milliarden Euro. Den Banken drohen hohe Wertberichtigungen. Die Institute hofften nun, bei einer Fusion unter dem Dach von Conti allzu hohe Abschreibungen vermeiden zu können. Ein Schaeffler-Sprecher sagte dem „Handelsblatt“, man prüfe gemeinsam mit Conti die Optionen für eine künftige Zusammenarbeit beider Unternehmen. Das Ergebnis sei offen.

Zustimmung der Politik

Der Plan sieht dem Bericht zufolge vor, die private Schaeffler-Gruppe komplett in den börsennotierten Conti-Konzern zu überführen. Es scheine derzeit das einzige Modell zu sein, hieß es in Gläubigerkreisen. Bisher war vor allem über eine Fusion der Automotive-Sparten spekuliert worden. In den Plan seien die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen und Hessen eingeweiht. In den Bundesländern befinden sich Werke mit Tausenden Arbeitsplätzen.

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Ursprünglich wollte der fränkische Wälzlagerhersteller Schaeffler die deutlich größere Continental AG übernehmen, angesichts der Autokrise steht die Finanzierung jedoch auf sehr wackeligen Füßen. Die kreditgebenden Banken hofften nun, durch einen so genannten Reverse Takeover allzu hohe Abschreibungen auf die mit Anteilen von Conti und Schaeffler besicherten Kredite vermeiden zu können. Zudem könnten die Banken bei einer Teilumwandlung ihrer Kredite in Conti-Aktien diese später besser verkaufen, als Anteile an der nicht börsennotierten Schaeffler-Holding.

Bei einem Treffen von Conti und Schaeffer am vergangenen Freitag sei dieses Szenario besprochen worden, schrieb die Zeitung weiter. Miteigentümerin Maria Schaeffler stehe dem Plan grundsätzlich wohlwollend gegenüber, hieß es in dem Bericht.

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