Banken: Investmentbanken mit Milliardengewinnen

Banken: Investmentbanken mit Milliardengewinnen

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Europas größtes Bankhaus HSBC hat trotz hoher Abschreibungen und Risikovorsorge fünf Milliarden vor Steuern verdient

Großbanken hellen mit ihrer Rückkehr zu Millardengewinnen die Stimmung an den Börsen merklich auf. Dabei profitieren Banken auch von den Schwächen der Wettbewerber.

Es ist die Zeit der guten Zahlen bei den großen Banken: Geldhäuser, die nach mehreren Verlustquartalen jetzt wieder dicke Gewinne schreiben, verdanken dies in der Regel ihrem Investment-Banking-Geschäft. Während viele Großbanken wieder Milliardengewinne melden, bleiben andere namhafte Geldhäuser die Sorgenkinder der Branche.

Ein Blick in den Bankenstaat schlechthin: die Schweiz. Das Schweizer Spitzeninstitut Credit Suisse konnte im Private Banking netto fast elf Milliarden Franken neues Geld einsammeln. Und vor allem das Investmentbanking spülte der nach Börsenwert inzwischen größten Schweizer Bank Milliarden in die Kasse. Unter dem Strich blieb Credit Suisse ein Quartals-Reingewinn von 1,6 Milliarden Franken.

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UBS' Schwäche hilft Credit Suisse

Die Credit Suisse profitiert von den Problemen der direkten Konkurrenz, den nach wie vor krisengebeutelten Sorgenkindern der Branche. Eins dieser Sorgenkinder ist die Schweizer Großbank UBS. Sie hängt in der Verlustzone fest und hat zum siebten Mal in zwei Jahren einen Quartalsverlust ausgewiesen. Besonders der Streit zwischen der Schweiz und den USA über das Bankgeheimnis und die Herausgabe von Kundendaten an die US-Steuerbehörde zusätzlich zu den Problemen durch die Bankenkrise. Vor allem ausländische Kunden und institutionelle Anleger zogen daraufhin knapp 40 Milliarden Franken von UBS-Konten ab. Im Quartal davor, als UBS im Amerika-Geschäft noch einen Zufluss von 16 Milliarden Franken verbuchen konnte, hatte der Netto-Gesamtabfluss nur knapp 25 Milliarden Franken betragen.

Das nach Milliardenverlusten zurechtgestutzte und von Mitarbeiterabgängen getroffene Geschäft im Investmentbanking der UBS konnte nicht so wie andere international tätige Banken vom boomenden Anleihengeschäft profitieren. Der UBS-Quartalsverlust sank immerhin auf 1,4 Milliarden Franken (0,9 Milliarden Euro) nach knapp zwei Milliarden Franken Verlust im ersten Quartal. Im Gegensatz zu Konkurrenten im Ausland musste UBS kaum Wertberichtigungen für Kreditrisiken vornehmen. Ein vergleichsweise niedriger Betrag von 388 Millionen Franken reichte dafür aus.

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