
Ursprünglich war geplant, die beiden Banken noch in diesem Jahr zur drittgrößten deutschen Hypothekenbank zusammenzuführen. Noch im Juli hatten die Institute erklärt, sie hätten sich in einer Grundsatzvereinbarung auf die wesentlichen Bestandteile der Fusion verständigt. Nun solle die DG Hyp strategisch auf das Geschäft der gewerblichen Immobilienfinanzierung ausgerichtet werden, in dem sie bereits eine etablierte Marktposition besitze, heißt es in einer Mitteilung der Institute. Unter dem Dach des genossenschaftlichen Spitzeninstituts DZ Bank werde das Geschäft mit der privaten Baufinanzierung dagegen bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall angesiedelt. Sie übernehme somit die bisher im Geschäftsfeld Retail angesiedelten Aktivitäten zur Entwicklung und zum Vertrieb privater Baufinanzierungen. Das werde eine nachhaltige Restrukturierung der DG Hyp erfordern, die umgehend beginnen und bis Ende 2008 abgeschlossen sein soll. Die Münchner Hypothekenbank bleibe nun zunächst unabhängig. „Wir sehen jetzt erst einmal keine Nachteile“, sagte ein Sprecher, räumte aber auch ein, dass eine Konsolidierung der Immobilienfinanzierer angesichts der derzeitigen Entwicklungen in der Bankenlandschaft wünschenswert gewesen wäre. „Wir werden unser Angebot und unsere Services weiter optimieren und unser bewährtes Geschäftsmodell in Zusammenarbeit mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken konsequent weiterentwickeln“, sagte der Chef der MünchenerHyp, Erich Rödel. Anspruch dabei sei es, die Marktführerschaft in der privaten Immobilienfinanzierung im genossenschaftlichen Finanzverbund zu festigen und weiter auszubauen. Zugleich werde die MünchenerHyp im nationalen und internationalen gewerblichen Immobilienfinanzierungsgeschäft ihre Expansionsstrategie vorantreiben.













