Banken-Ranking: Deutsche Bank kassiert 2,7 Milliarden Dollar Provision

Banken-Ranking: Deutsche Bank kassiert 2,7 Milliarden Dollar Provision

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Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann neben einem Logo der Deutschen-Bank.

Im letzten Jahr nahm die Deutsche Bank 2,69 Milliarden Dollar an Provisionen ein. Das brachte ihr im jährlichen Ranking des Finanzmagazins Bloomberg Markets den Platz fünf ein.

Erstmals hat es eine  deutsche Bank unter die Top Fünf der Banken mit den höchsten Provisionseinnahmen geschafft: die Deutsche Bank. Das geht es aus der neuesten Liste von Bloomberg Markets hervor, die regelmäßig die Provisionseinkünfte der Finanzkonzerne untersucht. Dem Ranking zugrunde liegen die Gebühreneinnahmen, die die Banken für das Underwriting von Aktien  erhalten haben, also das Garantieren für die feste Übernahme des Wertpapiers. Dazu kommen die Gebühren, die die Geldhäuser für die Beratung bei Fusionen oder Übernahmen bekamen. Die klassische Schalterberatung fiel aus dem Ranking heraus. Provisionen in Höhe von 2,69 Milliarden Dollar kassierten die deutschen Banker im vergangenen Jahr, 2009 waren es noch 2,67. Das machte damals Platz sieben im Ranking und wirft heute die Frage auf, was die Einnahmen in die Höhe getrieben hat.

Pleiteunternehmen können Banken reich machen

Die Banken reißen sich um Fälle wie etwa die Restrutkurierung der Opel-Mutter General Motors. Sie bringen weitaus mehr ein als der Verkauf von Sparprodukten an Privatkunden. Selbst die Provisionssätze, die Banken für Börsengänge oder Aktienplatzierungen bekommen, sind erstaunlich niedrig. Im Schnitt kassierten sie im vergangenen Jahr 2,9 Prozent - so wenig wie seit 19999 nicht mehr. Vor einigen Jahren lag der Satz noch bei sechs Prozent. Bergab geht es auch mit den Aktienemissionen. Gaben die Banken 2009 noch Wertpapiere im Wert von 4,7 Billionen Dollar aus, waren es 2010 nur 4,1 Billionen Dollar. Die Provisionen verringerten sich in diesem Sektor von 15,5 Milliarden auf 14,9 Milliarden Dollar.

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Im Schnitt gibt es weltweit mehr Provision

Trotzdem stiegen im Schnitt 2010 die Provisionseinnahmen der 20 Investmentbanken, die Bloomberg aufgelistet hat. Insgesamt kamen die Banken 2010 auf 49,1 Milliarden Dollar Gebühreneinnahmen, das ist ein Plus von fast sechs Prozent. Dagegen ist das Transaktionsvolumen 2010 mit knapp sieben Billionen Dollar annähernd gleich geblieben gegenüber 2009. Offenbar ließen sich die Banken ihre Geschäfte  - bis auf die Aktientransaktionen - besser bezahlen als im Vorjahr.

Sehr einträglich waren auch die Fusionen und Übernahmen, die die Banken selbst getätigt haben.  Insgesamt 2,2 Billionen Dollar zahlten sie, um andere Häuser zu übernehmen oder mit ihnen zusammenzugehen. Im Vergleich zu 2009 ist das ein Anstieg von ganzen 27 Prozent. Die Übernahme der Sal.-Oppenheim-Gruppe durch die deutsche Bank steuerte zu dieser Summe 1,3 Milliarden Euro bei. Auch die Beratung und Begleitung von Transaktionen war sehr einträglich. In diesem Geschäftsfeld stiegen die Provisionserlöse aller gelisteten Banken um 23 Prozent auf 17,9 Milliarden Dollar.

Die Top 7

Die bestbezahlte Bank 2010 war übrigens zum dritten Mal in Folge JP Morgan Chase & Co. – die New Yorker Investmentbank kassierte rund 4,14 Milliarden Dollar Provisionserlöse, gefolgt von Morgan Stanley mit 3,67 Milliarden Dollar und Goldman Sachs mit 3,60 Milliarden Dollar. Im Vorjahr bestritt Goldman Sachs noch Platz zwei und Morgan Stanley Platz drei. Die drei Spitzenreiter haben im Vergleich zum Jahr 2009 jedoch weniger Provision eingefahren: JP Morgan verdiente 2009 noch 4,97 Milliarden, Morgan Stanley brachte es auf  4,33 Milliarden und Goldman Sachs 4,56 Milliarden Dollar.

Auf dem vierten Platz steht Merrill Lynch mit 2,91 Milliarden Dollar Provisionserlösen (2009: 4,00 Mrd. Dollar), dahinter kommen die Deutsche Bank mit 2,69 Milliarden Dollar auf Platz fünf und die großen Schweizer Banken auf den Plätzen sechs und sieben. Die UBS AG erzielte 2,62 Milliarden Dollar, die Credit Suisse 2,56 Milliarden.

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