
Es ist fast schon ein Stückweit bittere Ironie: Die spanische Regierung hat seiner Zeit besonders auf die Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse gedrungen: Und nun verdichten sich die Gerüchte, dass mehrere spanische Sparkassen den Banken-Stresstest nicht bestanden haben. Eine kleine Gruppe der 18 Sparkassen des Landes bräuchte mehr Kapital, sollten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern, berichtete die Zeitung „El Pais“ am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise. Darunter seien auch Institute, die vom spanischen Staatsfonds (FROB) bereits Mittel erhalten hätten.
Derweil erwarten die deutschen Privatbanken durch die Ergebnisse des europäischen Stresstests ein positives Signal für Branche und Märkte. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes deutscher Banken, Manfred Weber, sagte am Freitagmorgen im Deutschlandfunk, er sei zuversichtlich, dass die heimischen Institute bei der Belastungsprobe „insgesamt gut“ abschneiden werden. Auch das europäische Bankensystem werde besser abschneiden als von vielen erwartet. „Wir sind auf gutem Weg, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen“, sagte Weber.
14 deutsche Banken wurden getestet
Er wies zugleich Vorwürfe zurück, der Test sei zu lasch ausgefallen. Von einer „weich gespülten“ Belastungsprobe könne nicht die Rede sein. Wenn Banken den Test bestehen, hätten sie tatsächlich genügend Kapital, um schwierige Situationen zu überstehen. Weber äußerte sich überzeugt, dass der Stresstest ein „beruhigender Beitrag“ für die Finanzmärkte sein werde.
An dem Test haben europaweit haben 91 Banken teilgenommen, davon 14 aus Deutschland. Die Ergebnisse sollen in Abstimmung mit den europäischen Bankenregulierern ab 18 Uhr veröffentlicht werden. Geprüft wurden die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs sowie eines Kursverfalls von Staatsanleihen auf die Bankbilanzen. Der Test gilt als bestanden, wenn die Kernkapitalquote der Bank in den Szenarien nicht unter sechs Prozent rutscht.













