Aareal Bank: Immobilienboom lässt Gewinne steigen

Aareal Bank: Immobilienboom lässt Gewinne steigen

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Von wegen Schieflage: Dank des Immobilienbooms in Europa sprudeln bei der Aareal Bank die Gewinne.

Aareal hat ihren Gewinn im zweiten Quartal trotz intensiven Wettbewerbs gesteigert. Das Betriebsergebnis der Immobilienbank lag bei 120 Millionen Euro. Vor allem die Immobilienmärkte in Europa boomen.

Steigende Preise, jede Menge Cash und großzügige Finanzierer: Der Immobilienmarkt in Europa heizt sich nach Einschätzung der Aareal Bank zusehends auf. Sollten die Notenbanken ihre Geldflut irgendwann beenden, sei der hiesige Markt "rückschlaganfällig", warnte Vorstandschef Hermann Merkens am Donnerstag. Die Aareal sei daher auf dem Kontinent sehr vorsichtig unterwegs und fokussiere sich im Neugeschäft inzwischen verstärkt auf Märkte wie Nordamerika, wo Risiko und Ertrag noch in einem gesunden Verhältnis stünden. Dies sei einer der Gründe, warum die Bank trotz der schwierigen Ausgangslage "sehr gut unterwegs" sei.

So lag das Betriebsergebnis im zweiten Quartal bei 120 Millionen Euro und damit leicht über den Markterwartungen. Bereinigt um den Sondereffekt aus dem WestImmo-Zukauf vor einem Jahr ist das ein Anstieg um 52 Prozent. Im Gesamtjahr sollen es weiter bis zu 330 Millionen Euro werden, wie die Aareal bekräftigte.

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Bei den Anlegern überwog die Unsicherheit: Mit einem Minus von fast zwei Prozent war die Aareal-Aktie einer der größten Verlierer im Nebenwerteindex MDax. Auch das Papier der HRE-Nachfolgerin Pfandbriefbank, die ihre Zwischenbilanz an diesem Freitag präsentiert, gab deutlich nach.

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Hypothekenbanken kommen derzeit von zwei Seiten unter Druck: Einerseits bringen Profi-Investoren, die im Niedrigzinsumfeld auf der Suche nach lukrativen Anlagen sind, für Immobilien-Investments sehr viel Eigenkapital mit. Zum anderen tummeln sich inzwischen so viele Banken in der gewerblichen Immobilienfinanzierung, dass die Margen grundsätzlich unter Druck geraten. Die Aareal tritt deshalb auf die Bremse, zumal der Kreditbestand durch die Übernahmen von WestImmo und Corealcredit in den vergangenen Jahren ohnehin größer geworden ist. Für 2016 stellte Merkens von Anfang an in Aussicht, dass das Neugeschäftsvolumen auf sieben bis acht (2015: 9,6) Milliarden Euro sinken wird. Zum Halbjahr kommt die Aareal nun auf 4,4 Milliarden, allein im zweiten Quartal waren es 3,5 Milliarden.

Das Brexit-Votum sieht Merkens gelassen, wie er erklärte. Bei der Aareal habe das keineswegs dazu geführt, das Neugeschäft in Großbritannien auf Eis zu legen. Wegen der hohen Einkaufspreise insbesondere in London sei das Institut aber schon länger vorsichtig. Insgesamt hat die Aareal im Königreich Kredite im Volumen von 4,1 Milliarden Euro ausgereicht - etwa 14 Prozent des Gesamtportfolios.

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